| Akademie stellt George Grosz vor - Gegen «Jammer-Arie» |
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| Donnerstag, 14. Januar 2010 um 17:27 Uhr | ||
Berlin (dpa/bb) - Mit der Ausstellung «George Grosz. Korrekt und anarchisch» eröffnet die Berliner Akademie der Künste ihr neues Arbeitsjahr. Erstmals wird in der am 24. Januar beginnenden Schau umfangreiches Material des sozialkritischen Künstlers gezeigt, das bisher in der Sammlung und dem Archiv der Akademie aufbewahrt wurde.
Präsident Klaus Staeck appellierte bei der Vorstellung des Jahresprogramms an die Kulturverantwortlichen, einen eigenen Beitrag zur Lösung der öffentlichen Finanzkrise zu leisten. «Für mich reicht es nicht aus, nur Jammer-Arien anzustimmen und zu sagen: Überall dürft ihr sparen, nur nicht bei uns. Das ist mir zu wenig», sagte der 71 Jahre alte Plakat- und Politkünstler.
Auch die Förderpolitik im Kulturbereich darf seiner Ansicht nach kein Tabu sein: «Was wir 30 Jahre lang gefördert haben, muss nicht unbedingt auch 35 Jahre gefördert werden.» Derzeit leiden vor allem die Kommunen unter dem Sparzwang in ihren Etats und drohen, kulturelle Institutionen zu schließen.
Die Akademie der Künste hat 370 Künstler aller Sparten als Mitglieder. Ihre Aufgabe ist, die Entwicklung und Verbreitung von Kunst zu fördern. Neben zahlreichen Ausstellungen und Veranstaltungen soll laut Staeck deshalb auch das Bildungsprogramm wieder ein wichtiger Schwerpunkt sein.
Dazu gehört etwa die Arbeit mit Schülern aus Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg. Daneben gibt es etwa das Projekt ohrenstrand.net zur Vermittlung zeitgenössischer Musik und ein Begegnungsprogramm von Schülern mit Mitgliedern der Akademie. «Kunst hat ihr Publikum oft verloren. Wir müssen bei der Bildung ansetzen, um es zurückzugewinnen», sagte der Programmbeauftragte Johannes Odenthal.
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