| Fotoschau zu Religionsvielfalt im Revier eröffnet |
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| Donnerstag, 14. Januar 2010 um 19:15 Uhr | ||
Essen (dpa/lnw) - Die religiöse Vielfalt im Ruhrgebiet ist das Thema einer Fotoausstellung von Brigitte Kraemer, die am Donnerstag in der Zentrale der Stiftung Mercator in Essen eröffnet wurde. Menschen aus rund 170 Ländern und aller großen Religionen leben im Revier zusammen. Die Ausstellung läuft bis zum 30. April 2010.
Auf den Bildern der im Ruhrgebiet arbeitenden Fotografin ist etwa eine katholische Prozession mit Weihrauch, Messdienern und Bergleuten in traditioneller Tracht zu sehen. Kraemer zeigt betende Gläubige auf einer Zechenhalde, ein Volksfest mit buddhistischen Mönchen und einen indischen Fakir, der vor dem Ortsschild von Hamm-Uentrop an durch die Haut gebohrten Haken in der Luft hängt. Die Ausstellung ermögliche einen Blick auf Lebensbereiche anderer Religionen, der sonst oft verborgen bleibe, heißt es im Begleittext.
Die Stiftung Mercator mit Sitz in Essen ist eine der großen deutschen Stiftungen und hat bis Ende 2008 nach eigenen Angaben für mehr als 82 Millionen Euro Projekte unter anderem in Wissenschaft und Schulen gefördert. Thematische Schwerpunkte sind Integration, Klimawandel und kulturelle Bildung. Die Stiftung fördert auch das Programm der Kulturhauptstadt im Ruhrgebiet: Sie finanziert das gemeinsame Projekt von sieben Ruhrgebiets-Jugendtheatergruppen «Pottfiction».
Die Stiftung ist nach dem Duisburger Kartographen und Unternehmer Gerhard Mercator benannt, das Geld der 1996 gegründeten Stiftung stammt von der Familie des Metro-Mitbegründers Wilhelm Schmidt- Ruthenbeck.
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