| «Goldene Zeiten» im Münchner Haus der Kunst |
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| Donnerstag, 14. Januar 2010 um 19:31 Uhr | ||
München (dpa/lby) - Drei Künstler, und alle haben nur ein Thema: Der Begriff Geschichte steht im Zentrum der neuen Gruppenausstellung «Goldene Zeiten» im Münchner Haus der Kunst. «Dahinter steht die Idee, dass Geschichte heute nicht mehr chronologisch ist, sondern fragmentiert, persönlich, fragil», sagte Kuratorin Juliette Lorz am Donnerstag in München zur Eröffnung. Die Künstler Steven Claydon, Diango Hernández und Mai-Thu Perret nähern sich diesem Geschichtsverständnis auf ganz unterschiedliche Weise. Ihre Arbeiten sind im ersten Teil von «Goldene Zeiten» zu sehen. Vom 11. Februar an kommen in einem zweiten Ausstellungs-Teil Videoinstallationen des Südkoreaners Sung Hwan Kim hinzu. Beide Teile sind bis zum 11. April 2010 zu sehen.
In Teil eins erwarten den Besucher unter anderem Alltagsgegenstände, die der gebürtige Kubaner Hernández zu ausbalancierten Konstruktionen auftürmt, um das fragile politische Gleichgewicht in seiner Heimat zu verdeutlichen. Der 1969 geborene Brite Claydon dagegen verwendet für seine Skulpturen gerne okkulte und archäologische Artefakte, die er in neue Zusammenhänge stellt. «Geschichte ist nur eine Sammlung von Gegenständen, die per Zufall zusammengewürfelt wurden», beschreibt Claydon sein Verständnis der Thematik. Mai-Thu Perret widmet sich in ihrer Videoinstallation dem Leben des Künstlerehepaars Kobro/Strzeminski, das in den 1920ern die polnische Avantgarde mitprägte. Bilder aus deren hartem Alltag verwebt Perret mit Szenen aus dem 1921 entstandenen russischen Science-Fiction-Roman «We».
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