| Olbertz: Luther-Jubiläum 2017 kommt um Wartburg nicht herum |
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| Donnerstag, 14. Januar 2010 um 19:42 Uhr | ||
Eisenach (dpa/th) - Die Wartburg bei Eisenach wird 2017 bei den Ausstellungen 500 Jahre Reformation eine wichtige Rolle spielen. «Ob sie neben Berlin und Wittenberg eine der zentralen Ausstellungsorte werden wird, darüber ist noch nicht abschließend gesprochen worden», sagte der Vorsitzende des Lenkungsausschusses für die Lutherdekade 2017, Jan-Hendrik Olbertz, am Donnerstag in Eisenach. «An der Wartburg, auf der Martin Luther die Bibel ins Deutsche übersetzt hat, kommt kein Mensch vorbei.» Der Kultusminister von Sachsen-Anhalt ist der Meinung, es muss zudem starke »Korrespondenzausstellungen» geben, etwa in Eisenach, Erfurt, Eisleben, Mansfeld, Speyer und Torgau.
Der Lenkungsausschuss, dem laut Olbertz derzeit zwischen 30 bis 35 Mitglieder hat, bereitet in einzelnen Arbeitsgruppen die Entscheidungen für das Kuratorium Lutherdekade 2017. Nach Angaben von Thüringens Kultusminister Christoph Matschie (SPD) hat die Arbeitsgruppe Ausstellungen die Wartburg als eine der drei zentralen Ausstellungsorte vorgeschlagen. Die Burg ist eine der bekanntesten Luther-Orte überhaupt, argumentierte Matschie. Martin Luther war zudem mehrere Jahre Schüler in Eisenach.
Burghauptmann Günter Schuchardt hatte zuvor die Mitglieder des Lenkungsausschusses durch die sagenumwobene Wartburg geführt, die 2017 auch ihr 950-jähriges Bestehen feiert. «Dass das Deutsche Historische Museum in Berlin bestimmte Aufgaben hat und die nationale Luther-Ausstellung zeigen wird, ist für mich unstrittig», sagte er auf Anfrage. «Neben Wittenberg, wo Luther 1517 seine Thesen an die Kirchentür geschlagen haben soll, ist die Wartburg jedoch die bedeutendste Luther-Gedenkstätte.»
2017 plane die Wartburgstiftung ihre große Sonderschau zum Thema «Luther und die Folgen» - ausgehend von der Übersetzung des Neuen Testaments bis zur deutschen Wiedervereinigung 1990. «Ein wichtiger Beitrag für Demokratie und Freiheit war dabei 1817 das Treffen der Deutschen Burschenschaften auf der Wartburg mit ihrer Forderung nach einem einheitlichen deutschen Vaterland.» Die Wartburg, seit 1999 Weltkulturerbe, wurde im vergangenen Jahr von 390 000 Gästen besucht.
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