| Roth fordert Zusammengehen der Museen in Sachsen |
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| Freitag, 15. Januar 2010 um 20:27 Uhr | ||
Dresden (dpa/sn) - Die Museen in Sachsen sollten angesichts drohender Einsparungen gemeinsam über Kooperationen und neue Strukturen nachdenken. «Sachsens Museen müssen enger zusammenrücken», sagte der Generaldirektor der Staatlichen Kunstsammlungen, Martin Roth, laut einer Mitteilung am Freitag in Dresden. Angesichts der angekündigten Kürzungen bringe es nichts, «à la Vogel-Strauß den Kopf in den Sand zu stecken» und zu hoffen, dass der Kelch an den Museen vorüberginge. «Der Abbau wird in den kommenden Jahren weitergehen, und auch die Reduktion der Mitarbeiterstellen geht weiter», mahnte Roth. Es sei sinnvoll, künftig gemeinsam in größeren Zusammenhängen zu denken, zu planen, Strukturen zusammenzulegen und Bereiche vernünftig zu teilen, um die Kosten zu senken.
Die Kunstsammlungen stellten sich gerade im 450. Jahr ihres Bestehens die Frage, wie künftig mit der Gegenwart umgegangen wird. «Sachsen braucht endlich ein Zentrum der Gegenwartskunst.» Dazu reiche das Albertinum, das im Juni für die Kunst von der Romantik bis zur Gegenwart wiedereröffnet wird, nicht aus. Ein ernsthaftes, funktional-nüchternes Konzept zur Präsentation der Gegenwartskunst im Freistaat bedinge, dass sich alle Museen an einen Tisch setzten. «Wir brauchen vor allem Konzepte», so Roth. Es sei illusorisch, in Krisenzeiten noch mehr Geld zu verlangen oder ausgeben zu wollen. «Es wird Zeit, darüber nachzudenken, was Dresden, Leipzig und Chemnitz gemeinsam machen können.»
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