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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




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«Mecki» weckt Erinnerungen an Kindheit in den 50ern PDF Drucken E-Mail
Freitag, 15. Januar 2010 um 21:17 Uhr

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Von Sigrun Stock, dpa

 

Hannover (dpa/lni) - Millionen Kinder sind mit ihm groß geworden, haben Woche für Woche mit Spannung auf ein neues Abenteuer von ihm gewartet und bekommen bei seinem Anblick noch heute als Erwachsene leuchtende Augen: Der kleine Igel «Mecki» war ein Star im Nachkriegsdeutschland, seit er zum ersten Mal als Comicfigur in der Zeitschrift «Hörzu» auftauchte. Das Wilhelm-Busch-Museum in Hannover widmet dem stachligen Tier, das den Haarschnitt einer ganzen Generation prägte, jetzt eine umfassende Schau. Von diesem Sonntag (17.) an zeigt das Museum mehr als 200 Originale aller acht «Mecki»-Zeichner, darunter auch bisher unveröffentlichte Comics vom Erfinder der Serie, Reinhold Escher.    

 

«Mecki», das war in den 50er Jahren für viele Kinder die Alternative zur US-amerikanischen «Micky Mouse», die Eltern damals vielfach für Schundliteratur hielten, Lektüreverbot inbegriffen, erinnert sich Museums-Direktor Hans Joachim Neyer. 1949 präsentierte die «Hörzu» den Igel erstmals auf ihrem Titelbild, er wurde das Maskottchen der Programmzeitschrift. Gutmütig, etwas bieder, aber dennoch witzig, so war sein Image. Und «Mecki» wurde nach Angaben des Museums zur bis heute langlebigsten deutschen Comic-Serie. Als die Zeitung Ende der 70er Jahre nur noch vereinzelt Folgen brachte und «Mecki» zeitweise sogar ganz aus dem Blatt verschwand, gründete sich 1981 ein Fanclub mit einer eigenen Zeitschrift, dem «Stachelkopf».    

 

Doch mit Volker Reiche kam dann 1985 die Wende. Er prägte Mecki fast zwei Jahrzehnte, hatte sich zuvor als Donald-Duck-Zeichner und später als Strizz-Schöpfer einen Namen gemacht. Der Versuch, Meckis Image auf modern zu trimmen, fand allerduings dauerhaft keinen Anklang. Mit Johann Kiefersauer als Zeichner ging es seit 2006 zurück zur Ästhetik der Anfänge, zu den warmen Farben und den märchenhaften Geschichten.    

 

«Mecki im Schlaraffenland» aus dem Jahr 1952 ist so eine klassische Geschichte und die gleichnamige Zeichnung ist auch das Lieblingsbild von Museumsdirektor Neyer in der Ausstellung. Es zeigt einen glücklichen, kugelrund vollgefutterten Igel, der beim Museumschef Kindheitserinnerungen an Familien-Kaffeekränzchen bei Oma weckt, an Nachmittage voller Buttercremetorte, Bohnenkaffee und Likörchen für die Großen.    

 

Mit «Mecki» kam auch das Merchandising auf, die Produktion von Fan-Artikeln mit dem markanten Igel-Kopf - heute gibt es keinen Kinder-Bestseller, keine Fernsehsoap und keinen Blockbuster mehr, der ohne dieses Zweitgeschäft auskommt. Mecki-Lampen, Mecki-Malkreide oder Mecki-Hampelmänner eroberten die Kinderzimmer und natürlich die bekannten Steif-Figuren vom kleinen Igel. «Die waren teuer. Wenn man eine hatte, war sie kaputt geknuddelt, wenn man erwachsen war», erinnert sich Museumsdirektor Neyer, der Mecki auch seine ersten Kinoerfahrungen verdankt. «1. Klasse 1953, wir gingen in den Filmsaal der Schule, der verdunkelt wurde. Und dann das Knistern und Flimmern zu Beginn: Ich erinnere mich noch genau.»

 

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Tags: mecki  «mecki»  igel  neyer  kinder  abstrakte kunst  
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