| Ministerin will Moratorium für Industriedenkmale |
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| Samstag, 16. Januar 2010 um 09:44 Uhr | ||
Dresden (dpa/sn) - Sachsens Wissenschafts- und Kunstministerin Sabine von Schorlemer (parteilos) möchte das Bewusstsein für die Industriekultur im Freistaat stärken. Am Samstag brachte sie ein Moratorium für Industriedenkmale ins Gespräch. Es soll verhindern, dass brachliegende Denkmale abgerissen werden und so unwiederbringlich verloren gehen. Die reiche sächsische Industriekultur könne einen wichtigen Akzent setzen und so einen Gegenpol zu barocker Kultur bilden. «Ich will damit deutlich machen, welche Schätze wir in Sachsen haben», erklärte von Schorlemer.
Als Problem auf dem Weg zu einem Moratorium sieht die Ministerin jedoch die unterschiedlichen Eigentumsverhältnisse. Denn nicht alle relevanten Liegenschaften befinden sich in Landesbesitz. Laut Ministerium gibt es in Sachsen rund 20 000 Industriedenkmale. Nach Ansicht von Experten ist der Freistaat nach dem Ruhrgebiet die wichtigste deutsche Region für Industriekultur. Dem Zweckverband Sächsisches Industriemuseum gehören bisher das Chemnitzer Industriemuseum, das Westsächsische Textilmuseum in Crimmitschau, die Zinngrube Ehrenfriedersdorf und die Energiefabrik Knappenrode an.
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