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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




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Kunst & Kultur

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Museen ziehen zufriedene Jahresbilanz 2009 PDF Drucken E-Mail
Sonntag, 17. Januar 2010 um 10:04 Uhr

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Ingelheim/Remagen (dpa/lrs) - Die rheinland-pfälzischen Museen blicken durchweg zufrieden auf das vergangene Jahr zurück und wollen 2010 mit neuen Initiativen Besucher anlocken. Die Gästezahlen blieben in den Häusern meist stabil oder zogen sogar an, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur dpa ergab. In das Arp Museum in REMAGEN (Kreis Ahrweiler) kamen 2009 mit 74 000 Menschen rund elf Prozent mehr Besucher zu Ausstellungen und Veranstaltungen. Höhepunkt war neben der Retrospektive «Art ist Arp» zur vielfältigen Kunst des Hauspatrons Hans Arp die Präsentation «Kunstkammer Rau: Tiepolo und das Antlitz Italiens». Diese Schau war mit rund 45 000 Besuchern die erfolgreichste.   

 

In diesem Jahr bleiben die Eintrittspreis für Einzelbesucher und Familien im Arp-Museum stabil. Ermäßigte Karten wurden jedoch wegen sinkender Durchschnittseinnahmen teurer und kosten künftig 6,50 Euro statt 5 Euro. Die Eintrittspreise für Schüler steigen von 2,50 auf 3,50 Euro und öffentliche Führungen, die vorher kostenlos waren, kosten nun 2 Euro. Im Frühjahr werde es eine große Imagekampagne und verstärkt touristische Kooperationen geben, sagte Museumssprecherin Claudia Seiffert. Literarischer Höhepunkt sei der Besuch der frisch gekürten Trägerin des Literaturnobelpreises, Herta Müller, im Mai.   

 

«Das Jahr 2009 lief bei uns besser als gedacht», sagte die Leiterin des Museums bei der Kaiserpfalz in INGELHEIM, Gabriele Mendelssohn. «Wir haben im Vergleich zum Jahr 2008 nur einen kleinen Einbruch zu verzeichnen, weil unsere Museumspädagogin ab November 2008 nicht mehr für uns zur Verfügung stand.» Dadurch habe es weniger Anfragen für museumspädagogische Angebote gegeben. «Ausstellungen mit lokalem oder regionalem Bezug kommen bei uns immer besonders gut an», sagte Mendelssohn.   

 

 

Da im August 2009 die Halbtagsstelle der Museumspädagogin neu besetzt wurde, liege in diesem Jahr ein Schwerpunkt auf der Vermittlungsarbeit, teilte die Museums-Chefin weiter mit. Zudem werde eine neue Broschüre «Bildung und Kommunikation» mit allen museumspädagogischen Veranstaltungen vorbereitet sowie neue Angebote für Führungen und Kindergeburtstage. Die Eintrittspreise für Sonderausstellungen und museumspädagogische Angebote bleiben stabil.   

 

Das Stadtmuseum Simeonstift TRIER zählte im vergangenen Jahr (November 2008 bis November 2009) gut 40 000 Besucher. Damit sei die Zahl im Vergleich zum Vorjahr konstant geblieben, teilte das Museum mit. Besonders erfolgreich seien die Abendführungen gewesen: Seit einem Jahr biete das Haus jeden Dienstag um 20.00 Uhr eine Führung an, die «hervorragend» angenommen werde. «Offensichtlich ist ein Museumsbesuch in Verbindung mit einer Führung deutlich attraktiver als ohne», sagte Sprecherin Sonja Mißfeldt. Besucher bräuchten offensichtlich einen konkreten Anlass, um sich abends auf den Weg ins Museum zu machen.    Ebenfalls sehr beliebt waren Kurse für Kinder, teilte das Stadtmuseum mit. Zudem habe sich die Zahl der Kindergeburtstage, die im vergangenen Halbjahr im Museum gefeiert wurden, fast verdreifacht. Die Eintrittspreise für 2010 bleiben gleich: 5,00 Euro für Erwachsene, ermäßigt 3,60 Euro und Kinder frei.   

 

Im Rheinischen Landesmuseum in TRIER konnte die Besucherzahl 2009 um 40 Prozent auf rund 70 000 gesteigert werden, teilte der Direktor des Museums, Eckart Köhne, mit. Die neue Dauerausstellung des Hauses, die im Oktober 2009 eröffnet wurde, werde sehr gut angenommen. «Wir habe viele positive Rückmeldungen und Einträge im Gästebuch», sagte er. Der Eintrittspreis sei angesichts der fast verdoppelten Ausstellungsfläche und des in den Preis eingeschlossenen Audioguides um einen Euro auf sechs Euro erhöht worden.   

 

Das Historische Museum der Pfalz in SPEYER zählte im vergangenen Jahr 210 000 Besucher. «Wir starten hochzufrieden ins neue Jahr», erklärte Direktor Alexander Koch. Publikumsmagnete seien die Sonderausstellungen zu Wikingern und Hexen gewesen. An den Eintrittspreisen werde sich in diesem Jahr «voraussichtlich» nichts ändern, teilte eine Sprecherin des Museums mit. Großes Highlight 2010 soll eine Sonderausstellung zum Thema Amazonen werden, die im September eröffnet werden soll.   

 

Das Deutsche Schuhmuseum in HAUENSTEIN in der Südwestpfalz haben im vergangenen Jahr 25 200 Menschen besucht. Im Vorjahr waren es 27 900, wie eine Sprecherin mitteilte. An den Eintrittspreisen habe sich nichts verändert. Das Museum zeigt unter anderem Schuhe prominenter Persönlichkeiten.   

 

In das Wilhelm-Hack-Museum in LUDWIGSHAFEN kamen im vergangenen Jahr 41 000 Besucher. Das Museum war am 7. März nach eineinhalbjähriger Sanierung wiedereröffnet worden. Größter Publikumsmagnet war die große Surrealismus-Ausstellung mit Werken von Salvador Dali, Max Ernst und anderen Künstlern, die noch bis 14. Februar dauert. Im Gesamtjahr 2006 waren in dem Museum gut 20 000 Besucher gezählt worden, in den ersten neun Monaten 2007 bis zur Schließung waren es gut 15 000. Ob es bei den Eintrittspreisen Änderungen geben wird, sei noch nicht entschieden, so eine Sprecherin der Stadtverwaltung.   

 

Das Landesmuseum in MAINZ wird seit inzwischen rund acht Jahren umgebaut. «Sämtliche Aktivitäten sind aus diesem Grund nur eingeschränkt möglich», teilte ein Sprecher mit. Das soll 2010 endgültig anders werden, denn dann werde die große Wiedereröffnung gefeiert. «Der Eintrittspreis wird sich verändern und wahrscheinlich erhöhen», kündigte der Museumssprecher an. Im Moment bezahlt ein Erwachsener drei Euro Eintritt. Besonders viele Besucher werden in der Regel vom Familiensonntag, der Reihe «Kunst in der Mittagspause» und an speziellen Thementagen angelockt.



Tags: museum  
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