| 13 000 Besucher in Quedlinburger Feininger-Galerie |
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| Montag, 18. Januar 2010 um 08:39 Uhr | ||
Quedlinburg (dpa/sa) - Rund 13 000 Kunstinteressierte haben im vergangenen Jahr die Lyonel-Feininger-Galerie in Quedlinburg besucht. Da das Museum von Januar bis April wegen Bauarbeiten geschlossen war, fällt die Besucherzahl geringer aus als in den Jahren zuvor. «In der Vergangenheit haben wir pro Jahr zwischen 15 000 und 20 000 Gäste gezählt», sagte Museumsleiter Björn Egging in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa. «Unterm Strich sind es weniger Besucher, aber während der viermonatigen Schließzeit ist so viel neu geworden. Für mich ein akzeptabler Tausch.»
In den Umbau der 1986 eröffneten Galerie wurden Egging zufolge 150 000 Euro investiert. «Die Ausstellungsräume haben neue Lichtkonzepte und neue Fußböden bekommen», sagte er. Eine Videoanlage sorge für mehr Sicherheit und die Wände erhielten frische Farben.
Als Publikumsmagnet 2009 erwies sich laut Egging die kürzlich beendete Ausstellung über den 1970 verstorbenen Expressionisten Erich Heckel. Allein diese Schau sahen 6000 Menschen. Auch die im Vorjahr gezeigte Sammlung mit Harz-Motiven des deutsch-amerikanischen Malers und Grafikers Lyonel Feininger (1871-1956) sei schon allein wegen der regionalen Verbundenheit gut besucht gewesen.
In diesem Jahr plane die Galerie neue Ausstellungshöhepunkte. So zeigt eine Schau von diesem Samstag an bis 28. Februar unter anderem Karikaturen des Künstlers. Im März soll es ein Projekt mit einem Leipziger Verlag geben, für das es noch keinen Namen gebe. «Wir wollen mit dem Lubok-Verlag Künstlerbücher präsentieren», sagte Egging. «Das wird schrill und bunt.» Es folgen vom 14. März bis 27. Juni Aquarelle und Federzeichnungen Feiningers aus dem eigenen Bestand der Galerie und vom 11. Juli bis 31. Oktober die Ausstellung «Kapitalistischer Realismus». Hier sollen Grafiken aus der Sammlung der Galeristen René Block gezeigt werden.
Der Namensgeber der Galerie, Lyonel Feininger, war von 1919 bis 1933 Lehrer am Bauhaus in Weimar und Dessau und zählt zu den populärsten Künstlern der klassischen Moderne. Die Galerie ist seit 2006 dem Kunstmuseum des Landes Sachsen-Anhalt, der Stiftung Moritzburg, zugeordnet.
Gespräch: Sabrina Gorges, dpa
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