| Verraten. Sechs Freunde, ein Spitzel, mein Land und ein Traum |
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| Montag, 18. Januar 2010 um 17:21 Uhr | ||
Alkohol war tabu, wenn sich die jungen Akademiker trafen, um in Ost-Berlin von einem anderen Sozialismus nicht nur zu träumen, sondern ihn zu planen, ihn gleichsam herbeizudiskutieren. Die sieben - sechs Philosophen und ein Psychologe - kannten ihr Land, die DDR, Mitte der Siebziger, gut genug, um kein unnötiges Risiko einzugehen. Man hielt sich an die Grundregeln illegaler Arbeit. Jeder wusste nur so viel, wie er unbedingt wissen musste, auch Frauen und Freundinnen wurden über die abendlichen Treffen weitgehend im Unklaren gelassen. Aber all das half nichts. Der Verräter gehörte von Anfang an zu ihnen.
Verraten. Sechs Freunde, ein Spitzel, mein Land und ein Traum
Im Rahmen der Ausstellung "Gesichter des Jenaer Herbstes" lädt das Stadtmuseum am Donnerstag zu einer Lesung mit der Autorin Inga Wolfram ein.
Donnerstag, 21. Januar 2010, 19.00 Uhr
Als Beteiligte erzählt Inga Wolfram von der Entstehung, Entwicklung und Zerschlagung einer Gruppe junger Intellektueller, die sich programmatisch als linke politische Opposition in der DDR verstand. Fast alle stammten aus Familien der gesellschaftlichen Elite, was ihre Mission besonders brisant machte. Ihre Treffen waren konspirativ, doch der Feind war mitten unter ihnen. Inga Wolfram erzählt eine Geschichte über Freundschaft und Verrat und den unerfüllten Traum von einem Sozialismus mit menschlichem Antlitz.
Inga Wolfram, geboren in Ost-Berlin, arbeitete nach dem Philosophiestudium als Drehbuchübersetzerin und Regieassistentin. Seit 1991 arbeitet sie als Autorin und Regisseurin. Ihr Film "Verraten - Sechs Freunde und ein Spitzel" wurde mehrfach von Fernsehstationen der ARD ausgestrahlt. |


























































