| Güstrow feiert Barlach zum Jubiläumsjah |
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| Dienstag, 19. Januar 2010 um 19:16 Uhr | ||
Güstrow (dpa/mv) - 100 Jahre nach der Ansiedlung des Bildhauers und Grafikers Ernst Barlach im mecklenburgischen Güstrow feiern die Stadt und die Barlach-Stiftung den Künstler mit Sonderausstellungen. Den Auftakt zum Gedenkjahr bildet die Schau «Die Türme von Güstrow», bei der von Ende Januar bis Ende Mai Holzschnitte, Lithographien und Zeichnungen des 1938 gestorbenen Barlach zu sehen sind, wie Stiftungschef Volker Probst am Dienstag ankündigte. Im Sommer folgt dann in Zusammenarbeit mit dem Kulturhistorischen Museum in Rostock das Projekt «Bildende Kunst in Mecklenburg 1900-1945» mit zahlreichen Barlach-Plastiken. Von August bis Dezember dreht sich in den Räumen der Güstrower Stiftung alles um das Thema «Barlach und die Frauen».
«In den "Türmen von Güstrow" wollen wir zeigen, wie genau Barlach seine damalige Heimat beobachtet hat», erklärte Probst. Mit den rund 60 ausgewählten Grafiken habe Barlach die Beschaffenheit der Stadt und Landschaft mit dem Güstrower Dom, der Gertrudenkapelle und der Stiftskirche im nahe gelegenen Bützow künstlerisch erkundet. Bei der Rostocker Schau geht es laut Probst dagegen um die Einordnung von Barlachs Werk in die Epoche der Moderne in Nordostdeutschland. Viele deutsche Künstler hatten sich vor und während der Nazi-Zeit in das ländliche Mecklenburg zurückgezogen. Auch das Rostocker Max-Samuel- Haus beteiligt sich an der Ausstellung (30. Mai bis 22. August).
Zeichnungen, Druckgrafiken und Handschriften illustrieren zwischen August und Dezember Barlachs Verhältnis zu den Frauen. «Von der Hexe bis zur Gottesmutter - das ist ein Thema, das sich in vielen seiner Werke widerspiegelt», meinte Probst. Die Schau gastiert vorher im Museum Moderner Kunst im bayerischen Passau.
Am 1. Oktober laden die Stadt Güstrow und die Barlach-Stiftung zur Gedenkfeier «100 Jahren Barlach» ein. Das Programm werde derzeit noch erarbeitet, sagte Probst. «Es ist der zentrale, große Tag, auf den wir zusteuern.» Im vergangenen Jahr kamen rund 45 000 Besucher in die Güstrower Barlach-Museen am Heidberg und in der Gertrudenkapelle.
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