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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




artefacti® - Dies ist der Onlineshop des Altenburger Künstlers Michael Külbel. Hier können Sie die abstrakte Kunst des Künstlers direkt erwerben. Jedes Bild ein Unikat. Kein Bild wird mehrfach angefertigt. Der Künstler verfügt über eine aussagekräftige Vita, hatte zahlreiche Ausstellungen und einige Großprojekte. Mehr über den Künstler und seine abstrakte Kunst erfahren Sie auf seiner website www.mk4art.de

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Kunst & Kultur

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Pfalzgalerie zeigt Werke einer 94-Jährigen PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, 20. Januar 2010 um 06:32 Uhr

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Von Britta Gürke, dpa

Kaiserslautern/New York (dpa/lrs) - Carmen Herrera ist 94 Jahre alt - und sie ist «hot». Als heißeste Newcomerin auf dem Kunstmarkt jedenfalls wird sie in den USA gehandelt. In Großbritannien nannte man sie gar «die Entdeckung des Jahrzehnts». Herrera malt schon fast ihr ganzes Leben lang, aber eine große Ausstellung hatte sie nie, geschweige denn, dass sie etwas verkauft hätte. Und plötzlich boomen ihre Bilder, das Museum of Modern Art in New York und die Londoner Tate kaufen ihre Werke für fünfstellige Dollar-Beträge. An diesem Freitagabend eröffnet in der Pfalzgalerie in Kaiserslautern eine Schau mit Werken Herreras - es ist die erste Retrospektive in Europa. «Ich verstehe auch nicht, was plötzlich los ist», sagt die Künstlerin selber.   

55 Arbeiten Herreras aus den Jahren 1948 bis 2007 sind in der Pfalzgalerie bis 2. Mai zu sehen. Die Ausstellung fügt sich in eine Reihe des Museums ein, die amerikanischen Künstlern gewidmet ist.    

 

 

 

Es gibt Begegnungen, die lassen einen so schnell nicht mehr los - die mit Herrera ist sicher so eine. Sie sitzt in ihrem Rollstuhl, in den sie die Arthritis mehrere Stunden am Tag zwingt. Ihr Zimmer hoch über New York ist hell, offen, schlicht eingerichtet. Sie hat einen eigenen Aufzug, uralt. Wenn sie runter will, muss sie selber die Kurbel drehen.    

Wenn sie ihre Lebensgeschichte erzählt, geht es auf eine Zeitreise. Mit temperamentvollen Handbewegungen berichtet sie, was sie alles gesehen hat: Von ihrer Bildungsreise nach Europa in den späten 1920er Jahren, als Berlin und Paris «glühten» vor Energie. Die gemeinsamen Jahre mit ihrem Mann in Paris, wo die beiden von Mitte der 40er bis in die frühen 50er Jahre lebten. Und dann das New York der 60er und 70er. Herrera malte die ganze Zeit. Nur um die Jahrtausendwende, als es ihrem Mann immer schlechter ging, sie ihn pflegte und er schließlich starb, ging es nicht. «Ich konnte nicht mehr.»    

Warum ist es nie etwas geworden mit der Karriere? Wollte sie nicht? «Ich wollte schon, aber es war auch nicht mein Hauptziel», sagt sie. «Vielleicht war ich nicht entschlossen genug. Aber das ist mir eigentlich auch egal. Ich habe nur versucht, das zu machen, was ich wirklich wollte: Malen.» Ihren eigenen Stil fand sie in den späten 40ern in Paris, inspiriert vom «Salon des Réalités Nouvelles». «Als ich in die USA zurückkam, war das hier nicht modern, hier regierten der Abstrakte Impressionismus und die New York School.»    

Sie aber liebt es so simpel und reduziert wie möglich, vergleicht ihre Bilder gerne mit japanischen Haiku-Gedichten. Sie verehrt die gerade Linie. «Es macht mir einfach Vergnügen, eine Linie zu zeichnen», sagt sie, und zieht mit dem Finger eine auf dem Tisch nach. Ihre Möbel müssen immer in einer geraden Linie stehen. Stellt die Putzfrau sie um, dreht Herrera sie wieder zurück. «Das ist eine Art stiller Krieg zwischen uns», sagt sie lachend.    

Rund 70 Bilder, vermutet sie, stehen in ihrem Keller. Eigentlich wollte sie diese nach dem Tod ihres Mannes schon wegschmeißen. Jetzt bringen sie plötzlich 30 000 oder auch 70 000 Dollar ein. Die Aufregung ums sie, seit sie «entdeckt» wurde, mache ihr Spaß, sagt sie. Seit ihre Geschichte die Titelseite der «New York Times» zierte - Ihr Kommentar: «Ich dachte immer, nur Kriminelle kämen dahin.» - laufen ihr die Interessenten die Bude ein.

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