| «Über Wut»: Antworten der Kunst auf die Krise |
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| Mittwoch, 20. Januar 2010 um 16:26 Uhr | ||
Berlin (dpa) - «Über Wut» - unter diesem Motto sucht das Haus der Kulturen der Welt nach künstlerischen Antworten auf die Wirtschaftskrise. In einer Ausstellung in Berlin sollen sich zahlreiche internationale Künstler vom 14. März bis zum 9. Mai mit der «emotionalen Schubkraft» von Wut auseinandersetzen: Gibt es eine neue «Kultur der Wut»? Wie ist diese Wut zukunftsweisend auszutragen?
«Immer mehr Menschen machen ja die Erfahrung, dass sie nicht mehr Herr ihres eigenen Schicksals sind, dass globale Prozesse stattfinden, die sie nicht mehr steuern können», sagte der Intendant des vom Bund getragenen Kulturhauses, Bernd Scherer, am Mittwoch bei der Vorstellung des Jahresprogramms in Berlin. «Und wie man weltweit als Phänomen feststellen kann, ist Wut eine emotionale Reaktion darauf.»
Bei der Ausstellung sind Installationen, Videoarbeiten und Performances zu sehen. Vertreten sind unter anderem die Künstler Tadeusz Kantor, Seher Shah, Michael Rakowitz, Klara Lidén sowie das internationale Künstlerkollektiv Reloading Images.
«In der künstlerischen Arbeit geht es darum, diese Erfahrung des Ausgesetzt-Seins und der Passivität in eine aktive Sprache, in eine Form zu übersetzen», sagte Scherer. Daneben ist ein breites Film- und Diskussionsprogramm geplant. Schüler- und Seniorengruppen können in der Reihe «Wuträume» ihre eigenen Ausdrucksformen entwickeln.
Als neue Programmreihe plant das Haus der Kulturen im Juni das interdisziplinäre Festival «Berlin Documentary Forum» mit audiovisuellen und performativen Arbeiten. Daneben gibt es erneut zahlreiche Literatur-, Musik- und Tanzprogramme.
Das unweit des Kanzleramts untergebrachte Haus wird wie die Internationalen Filmfestspiele und die Berliner Festspiele vom Bund getragen und wirbt zusätzlich Spendengelder ein. |
























































