| Making Memories – Kunsterlebnisse für Menschen mit Demenz und Qualifizierung für Pflegende |
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| Mittwoch, 20. Januar 2010 um 16:42 Uhr | ||
Robert Bosch Stiftung fördert die Initiative der Kunsthalle Bremen und der AWO Bremen Aus mehr als 150 Bewerbungen wählte die Robert Bosch Stiftung 13 lokale Projekte für das Förderprogramm „Menschen mit Demenz in der Kommune“ aus: Die museumspädagogische Initiative Making Memories der Kunsthalle Bremen gemeinsam mit AWO Bremen zählt als einziges Projekt aus dem Bundesland Bremen dazu. An einer Demenz leiden in Deutschland nahezu eine Millionen Menschen. Mit zunehmendem Alter steigt die Häufigkeit demenzieller Erkrankungen stark an, von weniger als 2 % bei den 65- bis 69-Jährigen auf über 30 % bei den 90-Jährigen und Älteren. Die Krankheit berührt den Menschen in seinem tiefsten Innern, in seiner Persönlichkeit. Sie lässt die Vergangenheit verlöschen und zerstört die Orientierung in der Gegenwart. Drei Viertel der Erkrankten werden von ihren Angehörigen zu Hause gepflegt, die dadurch oft an ihre eigenen Grenzen stoßen.
Das Projekt Making Memories setzt dem herausfordernden Alltag von Erkrankten und ihren Angehörigen ein gemeinsames positives Erlebnis entgegen. Making Memories bietet Kunstbetrachtungen für demenziell Erkrankte und ihre Angehörigen und ermöglicht ein Forum zum Austausch von Eindrücken und Erinnerungen, zu denen Bilder aus der Kunsthalle Bremen anregen. Die Kunst vermittelnden Workshops für demenziell Erkrankte werden ab Februar 2010 um Qualifizierungsangebote für Pflegende ergänzt. Jede Fortbildung besteht aus einem Kunst-Workshop, den die pflegenden Angehörigen und professionell Pflegenden gemeinsam mit einem demenziell Erkrankten besuchen, sowie aus einem dreistündigen Seminar, an dem ausschließlich Pflegende teilnehmen. Die Förderung der Initiative über die Robert-Bosch-Stiftung ermöglicht Pflegenden für einen symbolischen Preis von fünf Euro an der Qualifizierung teilzunehmen. Im Kunst-Workshop werden die Erkrankten über Werke aus der Kunsthalle Bremen angesprochen. Jenseits des klassischen Kunstgesprächs gibt dieses museumspädagogische Angebot älteren Menschen über Motiv, Farb- oder Formensprache unerwartete und vielfältige Anregungen. Über die visuelle Wahrnehmung hinaus kommen auch Gegenstände wie Stoffe, Pflanzen und andere Materialien, die in den Kunstwerken eine Rolle spielen, ebenso wie Klänge und Düfte zum Einsatz. Ergänzend können die Teilnehmer ihre Eindrücke unter Anleitung selbst aufs Papier bringen. Demenziell Erkrankte bekommen so Anstöße und den nötigen Raum, sich zu artikulieren. Ihre pflegenden Angehörigen erleben die Mutter, den Vater oder den Partner in einer neuen und ungewohnten Situation und können auf diesem Wege neue Impulse für den Umgang mit ihrer oder seiner Erkrankung erhalten.
Im Seminar werten die Museumspädagogen den Workshop gemeinsam mit den Pflegenden aus und vermitteln Grundkenntnisse über die Krankheit Demenz sowie museumspädagogische Methoden für die Arbeit mit demenziell Erkrankten. An einem ausgewählten Kunstwerk üben sich die Pflegenden in der Anwendung. Making Memories wird durchgeführt von ausgebildeten und erfahrenen Künstlern und Pädagogen und dient nicht zum Erreichen eines konkreten therapeutischen Zieles, sondern gibt mit modernen Methoden der Museumspädagogik Anstöße. Kulturstaatsminister Bernd Neumann hatte das museumspädagogische Projekt der Kunsthalle Bremen bereits im Sommer 2009 mit einem Sonderpreis für kulturelle Bildung ausgezeichnet.
Gefördert werden gemeinwesenorientierte Ansätze und Konzepte, welche die Begegnung von Menschen mit und ohne Demenz unterstützen. Sie setzen auf alltagspraktische Hilfe und Austausch und ermöglichen so Menschen mit Demenz und deren Angehörigen mehr Teilhabe am kommunalen Leben. Durchgeführt wird das Förderprogramm „Menschen mit Demenz in der Kommune“ der Robert Bosch Stiftung von der „Aktion Demenz“ e.V., einem bundesweit tätigen Verein mit zivilgesellschaftlicher Ausrichtung. 2009 wurden 13 lokale Projekte ausgewählt, in denen das Thema Demenz in einem zivilgesellschaftlichen Rahmen aufgegriffen wird. |

























































Hallo ! Wie Sie auf meiner HP sehen können, beschäftige ich mich schon lange mit dem Thema Kunst und Demenz, besser gesagt arbeite ich in verschiedenen Wohngemeinschaften für Demenzkranke regelmässig gestalterisch und probiere viele Dinge aus .Making Memories interessiert mich sehr, ist es denn möglich, sich hier in Berlin für diese Arbeit zu qualifizieren oder nur in Bremen !? Viele Grüße aus Berlin Bettina Friedel