| 1989. Ende der Geschichte oder Beginn der Zukunft |
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| Donnerstag, 21. Januar 2010 um 10:45 Uhr | ||
Ausstellung und Programm NUR NOCH BIS 7. Februar 2010
Die Ausstellung spürt den Metaphern nach, die mit dem Zerfall der bipolaren Teilung der Welt in Ost und West sowie mit dem politischen Umbruch verbunden sind und die in ihrer Folgewirkung bis heute ungebrochene Aktualität besitzen. Ein Highlight der Schau ist die 160 m² einnehmende Installation "Das große Archiv" (1993) von Ilya & Emilia Kabakov. Die sublimen Kommentatoren sowjetischer Alltagsverhältnisse führen durch klaustrophob anmutende Räume, die uns atmosphärisch in die Warteschlangen eines bürokratischen Verwaltungsapparates versetzen. Die seismografisch sensiblen Beiträge ermöglichen Denkanstöße zu großen, nicht immer einfach zu fassenden Veränderungen.
![]() Christian Pußwald, „High Head“ / romantischer Realismus, ein Projekt zur Zeitenwende, Dr. Gerald Matt, Direktor Kunsthalle Wien, russische Parademütze getuned, div. Materialien, Lambda-Print auf Dibond, © der Künstler, 2009
Teilnehmende KünstlerInnen: Marina Abramovic, Sergei Bugaev Afrika, Chantal Akerman, Alighiero Boetti, Christoph Büchel und Giovanni Carmine, Erik Bulatov, Sophie Calle, Maurizio Cattelan, Chen Danqing, Harun Farocki und Andrej Ujica, Rainer Ganahl, Johan Grimonprez, Hans Haacke, Stephan Huber, Anna Jermolaewa, Ilya & Emilia Kabakov, Komar & Melamid, Alexander Kosolapov, Barbara Kruger, Lars Laumann, Josephine Meckseper, Jonas Mekas, Boris Mikhailov, Marcel Odenbach, Nam June Paik, Martin Parr, Ewa Partum, Susan Philipsz, Marek Piwowski, Pushwagner, Christian Pußwald, Neo Rauch, Pedro Reyes, Nedko Solakov, Song Dong, Jane & Louise Wilson
In den 1980er-Jahren wurde das westliche Computermodell Apple II in Bulgarien demontiert und unter dem Namen Pravetz 82 als Ostprodukt neu zusammengesetzt. Die Kopie erreichte nie das Original und erzeugte doch kollektive Wünsche: dem Westen überlegen zu sein, sich über ihn lustig zu machen. Später wurde der Computer auch verwendet, um Viren zu produzieren. In der Produktion spielten Frauen eine wichtige Rolle, deren Geschichte der Film ein Stück weit verfolgt.
Biljana Srbljanovic, geboren 1970, ist die bekannteste Dramatikerin Serbiens und dem Burgtheater-Publikum durch die Aufführung von God Save America im Akademietheater bekannt. International bekannt wurde Srbljanovic durch ihr Belgrader Kriegstagebuch während des NATO-Kriegs gegen Jugoslawien, in dem sie sich als scharfe Kritikerin von Slobodan Miloevic profilierte und öffentlich von ihrem Onkel Radovan Karadic distanzierte. Auch nach ihrem öffentlichen Streit mit Peter Handke über dessen Teilnahme am Begräbnis von Miloevic trat und tritt Srbljanovic immer wieder mit Texten und Theaterstücken als engagierte Kommentatorin des europäischen Zeitgeschehens auf. Heute lebt sie in Paris. |

























































