| 'Neon und Tageslicht' |
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| Donnerstag, 21. Januar 2010 um 21:01 Uhr | ||
Der Glaspavillon der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, eine wacklige Schachtel, rundum aus Glas, eine Art Ausstellungscontainer mit nur einer einzigen Wand, eignet sich perfekt für die scheinbar paradoxe Idee von Ausstellungen ohne Innenraum. Wie ein gläsernes Ufo, ziemlich abgehoben von der sonstigen Umgebung, luxuriös und fragil zugleich, wurde dieses Objekt deshalb für eineinhalb Jahre zu einem exponierten Ort in Berlin-Mitte. Es ging darum, als Künstler die eigene Praxis diesmal in Form von bestimmten (thematischen) Interessen, Denk- und Verfahrensweisen auszustellen und damit zugänglich zu machen. In loser wöchentlicher Abfolge wurden Ausstellungen, Performances, Filmvorführungen, elektronische Musik, Diaprojektionen, Lesungen zu einer Kette ephemerer Ereignisse verknüpft. Bedingung dabei war zum einen stets der Bezug auf den fragilen Raum des Pavillons, d.h. auf die architektonische Vorgabe einer transparenten Glasbox im Stadtraum, zum anderen die Auseinandersetzung mit einer (erneuten) Konjunktur des Romantischen. Der Einsatz der Gefühle, sei es in Form von Mode, von Musik oder unter dem Schlagwort des so genannten Romantic Conceptualism in der Kunst oder in Form kulturwissenschaftlicher Forschung zu den Affekten geschieht zum Teil unter dem Vorzeichen des Nicht-Politischen. Um dieser Polarität nicht so einfach zu entsprechen, wurde mit Formen experimentiert, die affektives, deshalb jedoch nicht unbedingt unkritisches Wissen hervorbringen können.
![]() Foto Quelle Klasse Ganahl
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