| Städel mit bestem Besucherergebnis seit 2003 |
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| Donnerstag, 21. Januar 2010 um 21:33 Uhr | ||
Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Das Städel Museum in Frankfurt hat 2009 das beste Besucherergebnis seit sechs Jahren verzeichnet. Etwa ein Drittel der rund 329 000 Besucher wollten die seit Mitte November laufende Ausstellung über Renaissance-Maler Sandro Botticelli sehen, wie Städel-Direktor Max Hollein am Donnerstag sagte. Mit durchschnittlich 3200 Besuchern pro Tag sei diese Schau, die am 28. Februar endet, bisher die besucherstärkste in der Geschichte des Hauses. Als «Blockbuster»-Ausstellung 2010 steht im Städel eine Ernst-Ludwig-Kirchner-Retrospektive an. Die Schirn Kunsthalle zeigt als Höhepunkte die großen französischen Maler Georges Seurat und Gustave Courbet.
«Wir haben derzeit eine Anomalie: Wir haben die größte Baustelle in der Geschichte des Städels, und gleichzeitig ist das Haus so voll wie noch nie», berichtete Hollein. Bei der im September begonnenen Städel-Erweiterung sei man voll im Zeitplan, sie dürfte Mitte 2011 abgeschlossen sein. Im Rahmen der Bauarbeiten wird das Haupthaus des Museums vom 8. März bis 23. April fürs Publikum geschlossen. Über die Städel-Bürgerinitiative mit dem Spendenziel fünf Millionen Euro seien bisher rund 700 000 Euro zusammengekommen, sagte Hollein.
Nach der Umbauphase steht im Städel vom 23. April bis 25. Juli die Kirchner-Schau an, die erste Retrospektive des großen Expressionisten in Deutschland seit 30 Jahren. Etwa 180 Werke des «Brücke»- Gründungsmitglieds, von dem das Städel eine der weltweit wichtigsten Sammlungen besitzt, werden gezeigt. So wird etwa das seit 1933 getrennte Triptychon «Die Badenden» wieder komplett zu sehen sein.
Die Schirn präsentiert vom 4. Februar an «Georges Seurat. Die Figur im Raum». Auf diese Schau über den wichtigen Neoimpressionisten und Vertreter des Pointilismus ist Hollein besonders stolz, wie er sagte. Zum einen sei das Werk des im Alter von 32 Jahren gestorben Seurat sehr eng, zudem seien die Gemälde durch die vielen kleinen Farbtupfer übereinander sehr fragil. Und schließlich seien Seurats Werke enorm teuer - selbst kleinere Zeichnungen kosteten bis zu zwei Millionen Euro. Einige der etwa 60 Werke, die bis 9. Mai zu sehen sind, stammen aus Privatbesitz und werden äußerst selten ausgestellt.
Vom 15. Oktober 2010 bis 30. Januar 2011 widmet sich die Kunsthalle unter dem Titel «Ein Traum von der Moderne» dem Werk Courbets, des Erneuerers der Kunst des 19. Jahrhunderts. Dabei solle besonders die «unglaubliche Sinnlichkeit und das Träumerische» aus Courbets Malerei herausgearbeitet werden, betonte Hollein. Die Liebieghaus Skulpturensammlung, deren Leiter Max Hollein ebenfalls ist, widmet sich als Höhepunkt 2010 der Kunst und Kultur des Alten Ägypten - mit der Ausstellung «Sahure - Leben und Tod eines großen Pharao». Sie wird vom 25. Juni bis 28. November gezeigt. Tags: st
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