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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




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Abenteuerliche Realismus-Schau in Emder Kunsthalle PDF Drucken E-Mail
Freitag, 22. Januar 2010 um 22:39 Uhr

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Emden (dpa/lni) - Das «Abenteuer der Wirklichkeit» beginnt: Nach mehrjähriger Vorarbeit startet die Emder Kunsthalle die neue Themenausstellung «Realismus - das Abenteuer der Wirklichkeit. Courbet - Hopper - Gursky». Zur Eröffnung am Samstag (23.) werden nach Angaben der Kunsthalle mehr als 700 Gäste erwartet. «Das ist die erste Realismus-Ausstellung in dieser großen Breite überhaupt», freute sich der wissenschaftliche Leiter Nils Ohlsen am Freitag auf die Eröffnung.    

 

200 Werke von mehr als 150 internationalen Künstlern aus 20 Ländern haben Ohlsen und sein Team in mehrjähriger Vorarbeit zusammengestellt. Darunter sind bekannte Namen wie Edward Hopper und Andreas Gursky oder auch der Ostfriese Heiner Altmeppen. Er ist der Kunsthalle seit langem verbunden und verrät bei der Vorbesichtigung verblüffende Details seiner Bilder wie «Landschaft an der Emscher» oder «Norddeutsche Landschaft».    

 

«Das ist ein absoluter Rundumschlag - jeder Kurator würde diese Ausstellung ganz anders konzipiert haben», sagte Ohlsen mit Blick auf die enorme Bandbreite des Themas. In acht Kapiteln werden die realitischen Strömungen vom späten 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart gezeigt. «Der Realismus besticht durch handwerkliche Meisterschaft - aber es ist nicht möglich, die Wirklichkeit objektiv darzustellen.» Jeder, der mit seinem Handy ein Foto machen wolle oder durch einen Kamerasucher schaue, mache diese Erfahrung: «Und jedes realistische Bild schafft eine eigene Wirklichkeit.»    

 

Einen großen Teil der Ausstellung nehmen auch Fotografien ein: «Fotografen waren oft viel frecher als Maler. Sie werden zu Konkurrenten, befruchten sich aber auch», sagte Ohlsen. Doch Besucher müssen auf der Hut sein: Spätestens seit Beginn des digitalen Zeitalters werden Fotos verfälscht - auch in der Realismus-Schau der Emder Kunsthalle.    

 

Als besonderen Blickfang hat die Kunsthalle eine ungewöhnliche Bootsskulptur vor dem Eingang installiert. Dort setzt ein verformtes und verbogenes Segelschiff wie ein Delfin zum Sprung in den kleinen Wallgraben an. Das merkwürdige Werk des Österreicher Künstlers Erwin Wurm ist eine der großen Attraktionen der neuen Ausstellung.



Tags: kunsthalle  ohlsen  ausstellung  gro  
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