| Weg frei für Ikea in Hamburg-Altona |
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| Dienstag, 26. Januar 2010 um 12:25 Uhr | ||
Hamburg (dpa/lno) - Der Weg für die umstrittene Ikea-Filiale in Hamburg-Altona ist frei: Der Senat hat am Dienstag das Genehmigungsverfahren zum Bau des Einrichtungshauses an sich gezogen. Damit soll das Votum des Bürgerentscheids umgesetzt werden. «Es ist gut, dass sich die Altonaer bei einer beeindruckenden Wahlbeteiligung mit einer so deutlichen Mehrheit entschieden haben. Mit der heutigen Senatsentscheidung kann dieser deutliche Wille der Altonaer nun auch tatsächlich umgesetzt werden», sagte Stadtentwicklungssenatorin Anja Hajduk (GAL). Ohne diese Evokation wäre der Bezirk trotz des klaren Votums der Bürger zur Untätigkeit verurteilt, wenn ein weiteres gegenläufiges Begehren zustande käme.
Beim Bürgerentscheid «Pro Ikea» hatten vergangene Woche 77,2 Prozent der Bürger - 62 412 Stimmen - für die Ansiedlung der bundesweit ersten Filiale in einer Fußgängerzone gestimmt. Mit «Nein» votierten 22,9 Prozent. Gegen die Ansiedlung in der Großen Bergstraße wollten Gegner ebenfalls einen Bürgerentscheid durchsetzen. Sie befürchten unter anderem eine starke Zunahme des Verkehrs rund um die frühere Haupteinkaufsstraße in Altona.
Um der Entscheidung der Bürger Geltung zu verschaffen und den weiteren Planungen die nötige Sicherheit zu geben, sei es erforderlich, dass der Senat die Genehmigungsentscheidungen an sich ziehe, heißt es in der Senats-Mitteilung. Andernfalls würde durch das Bürgerbegehren gegen den Bau von Ikea das weitere Verfahren aufgehalten und letztlich in Frage gestellt. Die klare Entscheidung der Altonaer könnte nicht umgesetzt werden. «Durch die Evokation schaffen wir Klarheit für das weitere Vorgehen», sagte Hajduk. Die weiteren Schritte sollen eng mit dem Bezirk abgestimmt werden.
Der schwedische Möbelkonzern will das sogenannte Frappant-Gebäude in Altona abreißen, um dort die Filiale zu bauen. Das lange leerstehende Gebäude wird derzeit von rund 130 Künstlern genutzt. Den Künstlern hatte die Stadt schon Ende vergangenen Jahres die Viktoria Kaserne als Ausweichquartier angeboten. In den vergangenen Gesprächsrunden hätten die Künstler bereits signalisiert, dass die Kaserne eine denkbare Alternative sei. «Ich bin sehr zuversichtlich, dass die Viktoria Kaserne eine passende Lösung für die Künstler bietet. Die Flächen dort sind ausreichend groß und für eine künstlerische Nutzung ausgesprochen geeignet», meinte Kultursenatorin Karin von Welck (parteilos). Tags: f
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