| Streit in Essen um 200 000 Euro für Folkwang-Eröffnung |
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| Dienstag, 26. Januar 2010 um 19:40 Uhr | ||
Essen (dpa) - Geschätzte 200 000 Euro für die Eröffnungsfeierlichkeiten des neuen Museums Folkwang in Essen haben in der Kulturhauptstadt eine von vielen als peinlich empfundene Debatte ausgelöst. Der Oberbürgermeister der überschuldeten Ruhrgebietsstadt Reinhard Paß (SPD) hatte versucht, die Kosten zu drücken, weil eine 200 000 Euro-Eröffnung für die Bürger nicht vermittelbar sei, bestätigte ein Stadtsprecher. Am Dienstag entschied die Krupp-Stiftung schließlich, die Summe komplett zu übernehmen, wie die Stiftung mitteilte. Das rund 55 Millionen Euro teure Museum, das als einer der bundesweit bedeutendsten Museumsneubauten gilt, wird der Stadt bereits komplett von der Stiftung geschenkt.
Zur Eröffnung ist an diesem Mittwoch (27.1.) eine Pressekonferenz mit über 300 Journalisten auch aus dem Ausland geplant, für die unter anderem Dolmetscher bereitgestellt werden müssen. Am Donnerstag folgt ein Festakt mit Kulturstaatsminister Bernd Neumann und rund 650 Gästen, am Wochenende soll es freien Eintritt im Museum für alle Bürger geben. Für all das einschließlich der Verpflegung bei Pressekonferenz und Festakt seien 200 000 Euro angemessen, sagte ein Sprecher der Stiftung. Das Folkwang-Museum gilt als eine der renommierten deutschen Sammlungen der Malerei und Skulptur des 19. Jahrhunderts und der klassischen Moderne. Den Neubau des Hauses hat der bekannte Architekt David Chipperfield entworfen. Tags: f
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