| Matton-Ausstellung in der Kunstsammlung Jena erfreut sich nachhaltiger Beachtung |
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| Mittwoch, 27. Januar 2010 um 20:45 Uhr | ||
Verwunderlich ist es keineswegs, dass die Ausstellung Charles Matton. Boxen, Fotografien und Filme in der Kunstsammlung Jena so gut angenommen wird. Charles Matton (1933–2008) ein Multitalent, ohne Scheu vor jeglichen Materialien, Medien oder Techniken und voller Entdeckerdrang. Ob Malerei, Plastik, Zeichnung, Fotografie oder Film – all diese künstlerischen Ausdrucksformen beherrscht Charles Matton und führt sie in seinen legendären Boxen, von denen derzeit 16 Exemplare in der Kunstsammlung Jena zu sehen sind, zusammen. In Paris, New York und Tokio wurden die Ausstellungen seiner Werke regelmäßig verlängert. Nun ist er erstmals mit seinen Werken in Deutschland zu Gast.
Matton
Egal ob die „Bibliothek zu Babel“ oder das „Atelier von Francis Bacon“ – Matton wildert durch die Kunstgeschichte und erfindet in seinen Miniaturräumen phantastische Orte, die ebenso geheimnisvoll und verwunschen sind wie eben jene legendäre Bibliothek die Jorge Luis Borges einzigartig beschrieb.
Bibliothek zu Babel
Matton nennt seine Wunderkammern schlicht „Boxen“. Doch das, was man darin findet ist mit unendlicher Phantasie gebaut und mit großer Liebe zum Detail inszeniert. Mit Staunen blickt man in das Arbeitszimmer von Sigmund Freud oder auch in die verwunschene Dachkammer des Schriftstellers Leopold von Sacher-Masoch. Spiegel und Raumkrümmungen lenken den Blick der staunenden Betrachter ins Unendliche und man zweifelt, staunt und ist beglückt. Der Philosoph Jean Baudrillard beschrieb Mattons Miniaturwelten anlässlich einer Vernissage in Paris als Orte einer fast zwanghaften Vertrautheit, die im Augenschein der vielen Dinge immer aufs neue geweckt und belebt werden.
piscine
Matton ist für Kinder und Erwachsene gleichermaßen ein einzigartiges Ausstellungserlebnis.
Nicht nur die Besucherzahlen belegen den Erfolg der Ausstellung, sondern auch die positive Resonanz eines überregionalen Publikums und die zahlreichen Anmeldungen für das von der Museumspädagogik gestaltete Rahmenprogramm.
Eines allerdings steht jedoch leider bereits fest, die Ausstellung kann nicht über den 21. Februar hinaus verlängert werden. Weitere Informationen sowie die Termine für die Rahmenveranstaltungen finden Sie auf den Seiten der Städtischen Museen www.museen.jena.de.
Der Katalog zur Ausstellung ist für 16 Euro zu erhalten im hauseigenen Buchshop oder zu bestellen unter: 03641/ 49 82 67.
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