| 3000 Jahre alter ägyptischer Sarkophag restauriert |
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| Mittwoch, 27. Januar 2010 um 21:18 Uhr | ||
Gotha (dpa/th) - Wie vor 3000 Jahren zeigt der restaurierte ägyptische Sarkophag wieder das Relief eines Frauenkopfes mit Perücke und gefaltete Hände. Die Stiftung Schloss Friedenstein in Gotha präsentierte am Mittwoch das Sargensemble aus dem 10. bis 7. Jahrhundert vor Christi, das mit Hilfe von Spenden und Sponsoren wiederhergestellt werden konnte. Es ist nach Stiftungsangaben der dritte Mumiensarg, der restauriert werden konnte. Zu seinen Besonderheiten gehörten grüntonige Ornamente in der Perückendarstellung. Ansonsten sei der Holzsarkophag, den Tatjana Lamfried aus Regensburg restaurierte, ohne Bemalung.
Das Ensemble mit inneren und äußeren Sarg aus Nordtheben gehört zu der kostbaren Ägyptensammlung des Museums, die als eine ältesten europäischen Sammlungen dieser Art gilt. Der für fremdartige Kulturen und Exotica aufgeschlossene Erbprinz August legte dafür den Grundstein. In seinem Auftrag sammelte der Naturforscher Ulrich Jasper Seetzen (1767-1811) Anfang des 19. Jahrhunderts Altertümer in Ägypten und dem Orient und brachte sie nach Thüringen. Überliefert sind 16 Kisten mit 1565 Manuskripten, 3536 Antiquitäten, vier vollständigen Mumien, 40 Mumienköpfen, Schmuck, Hausgeräte, Tieren, Pflanzen und Mineralien.
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