| Noch sechs Tage bis zur Hugo-Junkers-Nacht Große Hommage zum 75. Todestag des Luftfahrtpioniers am 3. Februar 2010 um 19 Uhr im Dessauer Bauhaus |
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| Donnerstag, 28. Januar 2010 um 08:15 Uhr | ||
Das Programm für die „Lange Hugo-Junkers-Nacht“ am 3. Februar 2010 im Dessauer Bauhaus- gebäude ist komplett. Die Stiftung Bauhaus Dessau richtet die große Hommage anlässlich des 75. Todestages des Luftfahrtpioniers gemeinsam mit den „Leuchttürmen für Bildung und Kultur“ und der Familie Junkers aus. Unterstützt wird die Veranstaltung von der Stadtsparkasse Dessau- Roßlau und dem Städtischen Klinikum Dessau. Der Eintritt ist frei. Zu den Höhepunkten gehören der Auftritt des Pianisten Matthew Rubenstein und ein Konzert mit der Swingband „Louise Gold & die Herren Quarz“, die derzeit in der Berliner Clubszene besonders angesagt ist. Letztere spielt ab 23 Uhr auf der Bauhausbühne.
Der Abend wird um 19 Uhr vom Kultusminister des Landes Sachsen-Anhalt, Prof. Dr. Jan- Hendrik Olbertz, gemeinsam mit dem Oberbürgermeister von Dessau-Roßlau, Klemens Koschig, und der Vizedirektorin der Stiftung Bauhaus Dessau, Dr. Regina Bittner, eröffnet. Durch das Programm führt der MDR-Moderator Thomas Bille. Zu Beginn der Hommage wird Bernd Junkers, der Enkel des Forschers, aus den bislang unveröffentlichten Tagebüchern seines Großvaters lesen. In Gesprächsrunden wird es danach um Junkers‘ Leben und Werk gehen, aber auch seine heutige Bedeutung für Dessau-Roßlau. Gäste von Moderator Thomas Bille sind unter an- derem der Junkers-Biograph Walter Scheiffele, der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Luft- hansa Berlin-Stiftung, Bernhard Conrad, und der Vertriebsleiter von Junkers Deutschland, An- dreas Schmidt.
Nur eine Nacht lang wird im Foyer des Bauhausgebäudes die Ausstellung „Hugo Junkers – Le- ben und Werk“ aus dem Deutschen Technikmuseum Berlin gezeigt, ergänzt durch wertvolle, noch nie gezeigte Leihgaben aus dem Archiv Bernd Junkers. Darunter sind unter anderem Foto- grafien, Prospekte und Modelle der früheren Junkers-Haustechnik zu sehen. Helmut Erfurth stellt am Abend außerdem sein neues Buch „Junkers, das Bauhaus und die Moderne“ vor, das einen Tag später in der Anhalt Edition Dessau erscheinen wird. Kulinarisch wird der Abend durch ein Menü aus der fliegenden Bordküche umrahmt.
Der Direktor der Stiftung Bauhaus Dessau, Philipp Oswalt, würdigte Hugo Junkers im Vorfeld der Hommage. Wie kaum ein anderer verkörpere Junkers eine frühe, industriell geprägte Blütezeit der einstigen Residenzstadt Dessau. „Junkers’ Rolle für die Bauhausstadt ist kaum zu überschätzen. Für die Stiftung ist Junkers vor allem als Protagonist der Moderne interessant – in vielem einig mit Gropius, in manchem aber auch in scharfer Konkurrenz zum historischen Bauhaus. Diese Bezü- ge waren für Dessau außerordentlich fruchtbar, sie wollen wir in den nächsten Jahren unter dem Stichwort ‚Land der Moderne’ näher untersuchen“, so Oswalt.
Hugo Junkers, der geniale Techniker und progressive Unternehmer, der sich einer Zusammenar- beit mit den Nazis konsequent verweigerte und in der Folge enteignet wurde, starb am 3. Februar 1935 im bayrischen Gauting. Seine Geschichte ist eng mit der des Bauhauses verbunden: Energisch hatte sich Junkers 1925 für die Ansiedlung der Hochschule in Dessau eingesetzt, und wie Junkers selbst wurde auch das Bauhaus wenige Jahre später von den erstarkenden Nazis aus der Stadt vertrieben.
Das Veranstaltungsprogramm
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