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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




artefacti® - Dies ist der Onlineshop des Altenburger Künstlers Michael Külbel. Hier können Sie die abstrakte Kunst des Künstlers direkt erwerben. Jedes Bild ein Unikat. Kein Bild wird mehrfach angefertigt. Der Künstler verfügt über eine aussagekräftige Vita, hatte zahlreiche Ausstellungen und einige Großprojekte. Mehr über den Künstler und seine abstrakte Kunst erfahren Sie auf seiner website www.mk4art.de

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ART COLOGNE 2010 - 30 Jahre Nachwuchsförderung PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, 28. Januar 2010 um 20:02 Uhr

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Förderprogramm des BVDG und der ART COLOGNE feiert Jubiläum . Jury wählt 25 junge Talente aus zwölf Ländern . Trend zum grenzüberschreitenden Arbeiten setzt sich fort . Innovative Impulse für das klassische Medium der Zeichnung. Verleihung des Audi Art Award for New Positions

 

 

Seit 30 Jahren unterstützt die ART COLOGNE junge, außergewöhnliche Künstler aus dem In- und Ausland mit dem Förderprogramm „New Positions“, für das der Bund, das Land NRW, die Koelnmesse und der Bundesverband Deutscher Galerien und Editionen (BVDG) finanzielle Mittel zur Verfügung stellen. Zu den erfolgreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Förderprogramms zählen mittlerweile international anerkannte Größen wie Candida Höfer, Thomas Ruff, Jörg Sasse, Thomas Demand und Elger Esser, Stephan Balkenhol, Günther Förg, Rosemarie Trockel, Andreas Slominski, Mischa Kuball, Gregor Schneider und Neo Rauch oder internationale Stars wie Erwin Wurm, Olafur Eliasson, Tracy Emin, Beat Streuli und Yinka Shonibare. Für die 44. ART COLOGNE (21.-25 April 2010) hat die Jury nun 25 junge Talente aus zwölf Ländern ausgewählt. Die New Positions beziehen während der ART COLOGNE je 25 Quadratmeter große Förderkojen direkt neben den Ständen ihrer Galeristen. Zusätzlich wird einer der Nachwuchskünstler mit dem AUDI Art Award for New Positions ausgezeichnet, der zusätzlich zu einer Einzelausstellung in der Kölner artothek eine Katalog-Veröffentlichung im Gesamtwert von ca. 10.000 Euro beinhaltet. Die Preisverleihung findet am Freitag, 23. April 2010 um 15.00 Uhr auf der ART COLOGNE statt.

 

Die Auswahl der diesjährigen New Positions zeigt einen Trend, der bereits im vergangenen Jahr zu beobachten war: junge Künstlerinnen und Künstler lassen sich immer seltener eindeutig einem künstlerischen Genre zuordnen, sondern arbeiten zunehmend grenzüberschreitend. Die zahlreich vertretenen Bildhauer bedienen sich unkonventioneller, häufig banaler Materialien. Eine untergeordnete Rolle spielen die figurative Malerei und die Videokunst; in der Minderheit befinden sich auch installative Arbeiten. Neue, innovative Impulse erfährt hingegen das klassische Medium der Zeichnung.

 

Ein besonders Aufsehen erregendes Beispiel für die Verwendung vorgefundener Materialien liefert Michail Pirgelis (Sprüht Magers, Berlin/ London), der originale Flugzeugteile durch konsequente Schnitte und Oberflächenbehandlungen in autonome Skulpturen verwandelt. In der isolierten Darstellung gewinnen Fensterrahmen, Anschnallgurte, Gepäckfächer und andere Gegenstände unvermutet eine poetische Dimension und öffnen assoziative Horizonte, die von Reiseabenteuern bis zur Katastrophe reichen. Das Unfertige, Prozesshafte ist charakteristisch für das Schaffen des Bildhauers Johannes Wald (Anita Beckers, Frankfurt). Exemplarisch hierfür sind die mit Stoff überworfenen filigranen Gestelle, die sich in unterschiedlicher Weise zusammenstecken lassen, oder die tönernen Abgussformen, die durch nasse Tücher feucht gehalten werden, damit sie formbar bleiben. Gefundene Materialien verwendet Judith Schwinn (Kuttner Siebert, Berlin) für ihre filigranen, poetischen Kleinskulpturen, die an verträumte Kinderspiele erinnern. Auch ihre zarten Zeichnungen lassen eine tastende Herangehensweise an das Motiv erkennen, das an der Grenze zur Gegenstandslosigkeit bleibt. Die rebellischen Gesten der Straßenkunst zitiert der Maler Hannes Broecker (Baer, Dresden) in seinen wuchtigen Gemälden. Der Einfluss der Subkultur mit ihren Zeichen und Codierungen lässt sich nicht verleugnen; bei den Objektinstallationen kommen Matratzen und Spanngurte, Bauholz, Pappe und Teer zum Einsatz. Aus alltäglichem Verpackungsmaterial schneidet, faltet und klebt Michal Budny (nächst St. Stephan, Wien) eine papierne Gegenwelt in minimalistischer Ästhetik. Budny präsentiert einen abstrakten Kosmos, in dem er die Frage nach Realität und Wahrheit umkreist. Vielfältiger Materialien bedient sich die mexikanische Bildhauerin Lorena Rashid (Rüdiger Schöttle, München), deren Arbeiten zumeist eine gesellschaftspolitische Dimension haben. Vera Lossau (Rupert Pfab, Düsseldorf) transformiert von ihr entdeckte Sujets, die sie auf unterschiedlichste Art und Weise neu belebt. Dabei bedient sie sich verschiedener Medien, die von plastischer Gestaltung über Malerei und Fotografie bis zu Installation und Performance reichen. Die israelische Künstlerin Toony Navok (Rosenfeld Gallery, Tel Aviv) ersteigert gebrauchte Baumaterialien und Möbelstücke – vorzugsweise in den Farben Schwarz und Weiß – im - Internet und transformiert sie zu fantasievollen Objekten. Ambivalente Gefühle lösen die Arbeiten Bettina Buck (Mirko Mayer, Köln) aus, die Alltagsgegenstände zu befremdlichen Objekten kombiniert und damit gewohnte Sehweisen unterläuft.

 

Unter den Malern, die eine Förderkoje beziehen werden, fällt Anja Schwörer (Hammelehle und Ahrens, Köln) durch eine unkonventionelle Materialbehandlung auf. Sie wendet bei Leinwand, Samt, Denim und Baumwolle batikähnliche Techniken an, mit denen sie Motive erzielt, die an seismographische Messungen, Röntgenbilder und andere wissenschaftliche Auswertungen erinnern. Schemenhaft treten einem die Gestalten und geisterhaften Wesen auf den Gemälden von Yury Kharchenko (Otto Schweins, Köln) entgegen. Die zumeist gedämpften, düsteren Farben seiner großformatigen Bilder werden getupft, getröpfelt und geschüttelt, sodass sich raffinierte Farbräume ergeben, die als Bühne für fantastische Handlungen dienen. Der abstrakten Malerei ist Kenji Shibata (Taguchi Fine Art, Tokio) verpflichtet, dessen monochrome Leinwände eine enorme Leuchtkraft besitzen. Zu den raren Vertretern der figurativen Malerei gehört Shonah Trescott (Eigen + Art, Berlin/Leipzig). Sie orientiert sich an der europäischen Historienmalerei, der auf den überraschend kleinen Formaten der Künstlerin jegliches Pathos abhanden kommt.

 

Besonders innovativ sind die jungen Zeichner, das betrifft sowohl die Wahl der Mittel als auch die Themen. Düster ist die von Toten- und Schrumpfköpfen bevölkerte Bildwelt von Michael Wutz (Aurel Scheibler, Berlin), in der die Riten und Kulte primitiver Volksstämme und urbane Realität aufeinander treffen. Die Sepia- und Kohlezeichnungen nehmen den Betrachter ebenso mit in eine mystische Welt wie der Film „Limbus Parvolorum“. Traumhaft bis surreal wirken die farbigen Zeichnungen von Corinne von Lebusa (Kleindienst, Leipzig). Beherrschende Themen sind Liebe, Sexualität und Partnerschaft, die formal zurückhaltend, aber inhaltlich pointiert dargestellt werden. Von Lebusa baut in ihren Arbeiten eine nicht greifbare Spannung auf, die den Betrachter in die Bildwelt hineinzieht und gleichzeitig auf Abstand hält. Zeitungsseiten und Blätter aus lexikalischen Werken und alten Büchern oder Schnipsel daraus benutzt Antonis Donef (Kalfayan Galleries, Athen) als Untergrund für seine feinen Tuschezeichnungen, in denen sich Erinnerung, Geschichte und Gegenwart überlagern. Zwischen Zeichnung und Raum ist das stark erzählerisch geprägte Werk von Nina Annabelle Märkl (Max Weber Six Friedrich, München) angesiedelt. Zeichnungen präsentiert sie als Dioramen in den ausgedienten Schubladen eines Aktenschranks oder auch als begehbare Installation, in der fensterartige Einschnitte den Blick auf surreale Landschaften freigeben.

 

Drei Fotokünstler finden sich unter den „New Positions“. Eine narrative Komponente bergen die sorgfältig inszenierten Fotostrecken von Crispin Gurholt (Galleri K, Oslo), der Kompositionen aus der klassischen Malerei entlehnt, um symbolstarke „Tableaux vivants“ zu entwerfen. Loredana Nemes (Baukunst, Köln) fällt durch ihre einfühlsamen Foto-Serien auf, die etwa in den U-Bahnen verschiedener Großstädte oder in türkischen Männercafés in Berlin entstanden. Mit ihrer sensiblen, zurückhaltenden Art des Fotografierens erzeugt sie einprägsame Bilder. Rebecca Wilton (Dogenhaus, Leipzig) erzählt in ihren großformatigen Fotografien von Orten kulturellen und sozialen Lebens, die entweder verlassen oder ihrer früheren Funktion beraubt sind. Durch die Inszenierung der eigenen Person in den Bildern passt sie sich dem ursprünglichen Kontext der Orte an und wird damit zum Stellvertreter der vormaligen Protagonisten.

 

Komplex ist das Werk jener Künstler, die sich in verschiedenen Genres ausdrücken. Dazu gehört Janos Fodor (L.A. Galerie Lothar Albrecht, Frankfurt/Main), der als Zeichner, Objekt- und Videokünstler tätig ist. Flora Hitzing (Heinz Holtmann, Köln) erinnert in bildhauerischen Arbeiten aus Gips- und Kunstharz und in Aquarellen an Urformen wie etwa Zellen und Moleküle, deren ästhetischer Eigenwert einem ebenso vor Augen geführt wird wie die andauernde Bewegung und Verwandlung kleinster Teile des Universums. Körperliche Grenzerfahrungen sind Bestandteil des künstlerischen Schaffens von Marco Schuler (Häusler Contemporary, Zürich). In seinen Videos schaufelt sich der Künstler mal selbst aus dem Bild, mal begibt er sich in einen Windkanal, in dem er sich ankleidet; dabei bedient er sich expressiver Gesten, die außerdem als eine Art plastisches Alphabet die Grundlage für seine dreidimensionalen Werke bilden. Eli Cortinas (Michael Wiesehöfer, Köln) arbeitet in ihren Collagen mit Fragmenten fotografischer Abbildungen, Zeichnungen und typografischen Bestandteilen und thematisiert auf oft sarkastische Weise das Thema der Geschlechterrollen. Vorhandenes Material, etwa aus amerikanischen Filmen, fließt auch in ihre Videos ein. Dabei werden akustische und visuelle Versatzstücke so montiert, dass daraus neue Szenarien entstehen. Einen eigenen künstlerischen Kosmos hat die Wienerin Zenita Komat (Konzett, Wien). kreiert. Ihre Objektbilder drängen nicht nur häufig in den Raum hinein, auch die Künstlerin selbst agiert in ihrem Werk zwischen Installation und Performance. Ihre mit Kleidungsstücken bezogen Leinwände und die zweistöckigen Kartenhäuser sind Beispiele für eine Suche nach erweiterter Malerei.

 

Die diesjährigen Juroren sind: Jürgen Klauke (Fotokünstler), Andreas Schalhorn (Kupferstichkabinett Berlin), Cornelius Tittel (Kunstmagazin Monopol), die Kölner Galeristen Christel Schüpppenhauer und Werner Klein sowie Roland Berger (Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien) und Klaus Gerrit Friese und Beatrice Hahne vom BDVG.

 

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