| Franz Marc Museum ist mit Start zufrieden |
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| Donnerstag, 28. Januar 2010 um 20:52 Uhr | ||
München (dpa/lby) - Eineinhalb Jahre nach seiner Neueröffnung berichtet das Franz Marc Museum in Kochel am See von einem Besucher- Ansturm und schmiedet bereits Ausstellungs-Pläne bis zum Jahr 2013. Rund 175 000 Besucher hätten in den ersten 18 Monaten in dem Museum vorbeigeschaut - deutlich mehr, als man selber erwartet habe, sagte der Geschäftsführende Direktor Wilhelm Großmann am Donnerstag in München. In diesem Jahr soll neben zwei großen Ausstellungen auch das Rahmenprogramm ausgeweitet werden, so dass sich ein Wochenendausflug in das rund eine Stunde von München entfernt liegende Haus lohnt.
So sollen einmal im Monat unter dem Titel «Sonntags im Museum» Vorträge oder Aufführungen zu Kunst-Themen stattfinden. Das Museum bekommt außerdem eine eigene Haltestelle für Bootstouren auf dem Kochelsee. Auch die Museumspädagogik soll ausgeweitet werden. Höhepunkte dieses Jahres werden eine Schau des Künstlers Horst Antes (28. Februar bis 6. Juni) sowie eine über die Freundschaft zwischen Franz Marc und Paul Klee (28. Juni bis 3. Oktober) sein.
Das Museum liegt in malerischer Umgebung am oberbayerischen Kochelsee. Marc hatte einen Großteil seines Lebens in Kochel verbracht und hier viele seiner Bilder gemalt. Bereits 1986 wurde in einem alten Landhaus ein Museum für den avantgardistischen Maler eröffnet. 2008 wurde der Neubau fertiggestellt. Seitdem präsentiert das Museum, das ohne staatliche Förderung auskommt, Werke von Marc und seinen Zeitgenossen.
Seit 2008 verfügt das Haus außerdem über die Stiftung Etta und Otto Stangl mit einigen bedeutenden Werken des «Blauen Reiter», des «Brücke»-Expressionismus und von Paul Klee. «In den vergangenen eineinhalb Jahren hat sich viel getan», sagte Großmann. So stehe Franz Marc zwar weiterhin im Mittelpunkt der Dauerausstellung und Sonderschauen. Gleichzeitig sollten seine Arbeiten aber immer wieder in Zusammenhang zu anderen gestellt werden, erklärte die Künstlerische Direktorin Cathrin Klingsöhr-Leroy. In Zukunft rechne man mit rund 100 000 Besuchern pro Jahr.
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