| Theater und Kunst statt Klischees bei Kulturtagen |
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| Donnerstag, 28. Januar 2010 um 20:58 Uhr | ||
Karlsruhe (dpa/lsw) - Das Bildmotiv für die 20. Europäischen Kulturtage in Karlsruhe spricht Bände: Rote und grüne Paprikaschoten hängen fest in einem Stacheldraht, allerdings schafft ein Loch einen Durchlass - Ungarn steht im Mittelpunkt des kommenden Festivals in Karlsruhe. Und als Gastgeber der Kulturtage will die Fächerstadt aufräumen mit Klischees von Paprika bis Puszta. Unter dem Titel «Budapest/Pécs - Zwischen den Zeiten und Welten» sind Konzerte, Theaterstücke und Projekte junger Künstler geplant - drei Wochen will Karlsruhe zwischen dem 17. April und dem 8. Mai einen Überblick über die Kunst- und Kulturszene der ungarischen Hauptstadt Budapest und der europäischen Kulturhauptstadt Pécs (Ungarn) geben.
Eingeladen wird unter anderem zu Theaterstücken der freien Szene Budapest, die sich mit politischen und sozialen Problemen des Landes auseinandersetzen. Mit einem Kunstprojekt wollen die beiden Künstlerinnen Ulrike Israel und Bernadette Hörder über eine Länge von insgesamt acht Kilometern in zwei Ländern eine «Luftlinie Karlsruhe - Budapest» ziehen. In einem zweiten Teil des Projektes zogen deutsche und ungarische Künstler mit ihren Ateliers in die Werkhallen mittelständischer Unternehmen und kreierten mit den Firmen und deren Produkten Kunst, die nun ausgestellt wird. Am 2. Mai erinnert außerdem ein großes Chorsingen mit mehr als 800 Teilnehmern an Ungarns Beitrag für ein geeintes Europa.
Die Kulturtage werden gemeinsam mit dem Badischen Staatstheater und in enger Zusammenarbeit mit dem baden-württembergische Kunst- Ministerium organisiert. Zusammen mit mehr als 30 Kulturinstitutionen und Initiativen wurden über 60 Programmbeiträge ausgewählt.
Karlsruhe präsentiert seit 1983 gemeinsam mit dem Staatstheater die Europäischen Kulturtage. Das Festival soll im Zwei-Jahres-Takt die Vielfalt der Kulturen Europas und ihren bis in die Gegenwart reichenden Einfluss aufzeigen. Im vergangenen Jahr war Rom das Thema der 19. Europäischen Kulturtage. In den Jahren zuvor waren Istanbul als das «zweite Rom» am Bosporus (2004) und das «dritte Rom» Moskau (2006) Schwerpunkt der Veranstaltung. |
























































