| Berühmtes Frauenbildnis aus da Vincis Zeit versteigert |
|
|
|
| Donnerstag, 28. Januar 2010 um 21:00 Uhr | ||
New York (dpa) - Ein berühmtes Frauenbildnis, das ursprünglich als Werk von Leonardo da Vinci gegolten hatte, ist in New York zum Dreifachen seines Schätzpreises versteigert worden. Das Auktionshaus Sotheby's schlug das Gemälde «La Belle Ferronnière» am Donnerstag für 1,5 Millionen Dollar (1,1 Millionen Euro) einem unbekannten Käufer zu. Es zeigt laut Sotheby's eine Geliebte von Ludovico Sforza, dem Herzog von Milan. Die bildschöne Lucrezia Crivelli hatte Sforza 1497 einen Sohn geboren. Sie ist auch auf einem Gemälde zu sehen, das der Louvre in Paris als Werk von Leonardo oder einem seiner Schüler ausstellt.
Das jetzt versteigerte Gemälde war Anfang des 20. Jahrhunderts von einem französischen Kunstexperten zu einem «Da Vinci» erklärt worden. Als solches erhielt es ein US-Soldat, Harry Hahn, 1920 als Hochzeitsgeschenk. Hahn und seine Frau Andrée versuchten, das Bild bald darauf für 250 000 Dollar an ein Kunstmuseum in Kansas zu verkaufen. Der Handel platzte, als einer der damals renommiertesten Kunstkenner, Sir Joseph Duveen, «La Belle Ferronnière» als Fälschung einschätzte.
Ein US-Gericht schlug sich auf die Seite der Hahns, und Duveen musste 60 000 Dollar zahlen - eine heftige Summe für die damalige Zeit. Aber um den Wert des Gemäldes war es dennoch geschehen. Hahn schrieb später ein Buch über das Dilemma, «The Rape of La Belle» (Die Vergewaltigung von La Belle). Kürzlich griff John Brewer das Thema in einem zweiten Band auf: «The American Leonardo: A Tale of Obsession, Art and Money» (Der amerikanische Leonardo: Eine Geschichte über Besessenheit, Kundt und Geld). |
























































