| Schloss-Skulpturen sollen nach Potsdam zurück |
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| Samstag, 30. Januar 2010 um 09:53 Uhr | ||
Potsdam (dpa/bb) Seit mehr als 40 Jahren zieren sie das Dach des Hauptgebäudes der Berliner Humboldt-Universität: Acht Frauen- und Männerskulpturen, im 18. Jahrhundert geschaffen für das einstige Potsdamer Stadtschloss. Doch wie lange sie noch in Berlin bleiben, ist fraglich. Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten (SPSG) prüft, ob die Figuren im Zuge des Wiederaufbaus des Schlosses wieder an ihren historischen Ort zurückgeführt werden können, denn sie sind nur Leihgaben. Ein Sprecher der Stiftung bestätigte, dass über den Verbleib der Figuren noch mit allen Beteiligten beraten werde müsse.
«Die Humboldt-Universität wird sich konstruktiven Lösungen niemals verweigern», sagte ihr Präsident Christoph Markschies der Deutschen Presse-Agentur dpa. Vieles sei noch ungeklärt - etwa ob die Figuren nicht ohnehin aus konservatorischen Gründen durch Kopien ersetzt werden müssen. Erschaffen wurden sie Mitte des 18. Jahrhunderts von den Barockbildhauern Johann Gottlieb und Leonhard Storch.
Das einstige Schloss war nach einem Angriff britischer Bomber am 13. April 1945 in Brand geraten. 1959 ließ die SED die Ruine abreißen. In diesem Jahr beginnt das niederländische Bauunternehmen BAM mit der Wiederrichtung des Gebäudes, in das einmal der Landtag einziehen soll. Der 120 Millionen Euro teure Bau soll ab 2013 bezugsfertig sein.
Das Potsdamer Finanzministerium als Bauherr machte in einer jüngst veröffentlichten Antwort auf eine parlamentarische Antwort deutlich, dass «alle bekannten Bauteile des Potsdamer Stadtschlosses» in die Fassaden des künftigen Landtagsgebäudes eingebaut werden sollen. Nach Angaben der SPSG lagern in den eigenen Depots sowie bei der Unteren Denkmalschutzbehörde Potsdam insgesamt rund 2600 Skulpturen und Fragmente. Anja Sokolow, dpa |
























































