| Grassi Museum zeigt Schätze der asiatischen Kunst |
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| Sonntag, 31. Januar 2010 um 20:07 Uhr | ||
Leipzig (dpa/sn) - Jahrzehntelang verborgene Schätze asiatischer Kunst sind seit Sonntag im Grassi Museum in Leipzig zu sehen. Im Museum für angewandte Kunst wurde der zweite Teil der ständigen Ausstellung eröffnet. Die Schau «Asiatische Kunst. Impulse für Europa» umfasst gut 400 kunstgewerbliche Exponate. Mehr als die Hälfte wird nach Museumsangaben erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Die neue Schau soll zeigen, welch prägenden Einfluss die asiatische Kunst auf das Wirken europäischer Kreativer hatte. Zu sehen sind chinesische Porzellane ebenso wie japanische Masken oder iranische Teppichkunst.
Eingerichtet wurde die Ausstellung in der frisch sanierten Art déco-Pfeilerhalle des Grassi Museums. Die Halle war nach und nach wieder in den Zustand ihres Baujahres 1927 versetzt worden. Sie wurde am Sonntag erstmals wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. «Mit der rekonstruierten Pfeilerhalle erhält das Grassi Museum sein Herzstück zurück. Auch Dank der einzigartigen Ausstrahlung dieses Raumes ist das Museum ein weithin sichtbarer Glanzpunkt in der sächsischen Museumslandschaft», erklärte Sachsens Kunstministerin Sabine von Schorlemer (parteilos).
Die Ausstellung zur asiatischen Kunst gliedert sich geografisch in drei Bereiche: China, Japan und die islamische Kunst mit dem Schwerpunkt Iran. Präsentiert wird auch der imposante Leipziger Schnitzlack-Stellschirm - aus konservatorischen Gründen in einem fensterlosen Kabinett. Er war wie viele andere Objekte auch nach Jahren im Depot aufwendig restauriert worden. Allein die Kosten für diesen zwölfteiligen chinesischen Stellschirm bewegten sich nach Angaben des stellvertretenden Museumsdirektors Olaf Thormann zwischen 80 000 und 100 000 Euro.
Der zweite Teil der ständigen Ausstellung soll ein verbindendes Element sein zum ersten Teil «Von der Antike bis zum Historismus», der seit 2007 zu sehen ist, und zum dritten Teil «Vom Jugendstil bis zur Antike», der Ende 2011 eröffnet werden soll. Ergänzend dazu wurde am Sonntag noch eine Sonderausstellung eröffnet: «Japanische Keramik der Gegenwart. Die Sammlung Crueger.»
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