| ZKM-Ausstellung über Philosoph Bense und Kunst |
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| Montag, 01. Februar 2010 um 06:03 Uhr | ||
Karlsruhe (dpa/lsw) - Als großer Philosoph wurde Max Bense bekannt, auch als Mathematiker, Physiker und Schriftsteller. Zum 100. Geburtstag des Stuttgarters zeigt das Karlsruher Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM) zudem, welchen Einfluss der 1990 gestorbene Bense auf die bildende Kunst und die Literatur hatte. Die Schau stellt ihn als Dichter vor, als Kunst- und Literaturtheoretiker sowie als Ausstellungskurator und Publizist (7.2.-11.04). «Max Bense war seiner Zeit voraus», meint auch ZKM-Leiter Peter Weibel. «Er hat mit seiner Informations- und Datenästhetik die gegenwärtige digitale Kultur der informations- und kommunikationstechnologischen Epoche vorweg genommen.»
Die ZKM-Ausstellung wolle einen Künstler und Theoretiker zeigen, der eng mit der Konkreten Poesie, der Konkreten Kunst und der Computerkunst verbunden gewesen sei, der sich jedoch auch anderen Kunsttendenzen mit Leidenschaft zuwandte, meinte Weibel weiter. Gezeigt werden Publikationen Benses sowie Grafiken, Gemälde und Skulpturen der Künstler, die er ausstellte oder über die er schrieb. Manuskripte, Fotografien und Aufzeichnungen seiner Hörfunkbeiträge und Fernsehauftritte ergänzen das Ganze.
Mit provozierenden Thesen erregte Bense immer wieder die Gemüter. Seine Arbeiten reichen von der Geschichte der Philosophie über Wissenschaftstheorie, Logik, Kybernetik, Ästhetik und Zeichentheorie bis zur Kulturkritik und Politik. 1910 in Straßburg geboren, schloss Bense sein Studium der Mathematik, Physik und Philosophie 1937 ab, kam nach dem Krieg als außerordentlicher Professor für Philosophie und Wissenschaftstheorie an die Technische Hochschule Stuttgart und blieb dort bis zu seinem Tod.
Die Ausstellung des ZKM zeigt unter anderem Werke von Max Bill und Bruno Giorgi, Hiroshi Kawano, Frieder Nake und Georges Mathieu, Manfred Mohr, Henri Michaux, François Morellet und Bernhard Sandfort sowie Mira Schendel und Paul Wunderlich.
Auch das Internationale Zentrum für Kultur- und Technikforschung (IZKT) der Universität Stuttgart erinnert an Bense. Vom 5. bis 6. Februar 2010 wird dort das wissenschaftliche Symposium unter dem Motto «Weltprogrammierung. Max Bense zum 100. Geburtstag» veranstaltet. Ziel sei es, seine Aktualität im Computerzeitalter zu diskutieren. In einem Rahmenprogramm werden Ausstellungen, Vorträgen und Inszenierungen angeboten.
Die Ausstellung im ZKM ist mittwochs bis freitags von 10.00 bis 18.00 Uhr, samstags und sonntags von 11.00 bis 18.00 Uhr geöffnet.
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