| «Farben der Poesie» - Große Miró-Ausstellung in Baden |
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| Freitag, 02. Juli 2010 um 06:49 Uhr | ||
Baden-Baden (dpa/lsw) - Leuchtende Farben, prägnante Formen und eine ganz eigene Art des Abstrakten: Mit rund 100 Bildern und Skulpturen von mehr als 30 internationalen Leihgebern ist von diesem Freitag an in Baden-Baden eine der größten Ausstellungen der vergangenen Jahre mit Werken des spanischen Meisters Joan Miró (1893- 1983) zu sehen. Neben Ausstellungsstücken aus Frankreich, der Schweiz, den USA und Spanien zeigt das Museum Frieder Burda auch 23 Kunstwerke aus dem Besitz der Familie Miró - nach Angaben des Hauses vom Donnerstag eine Seltenheit. Konzipiert wurde die Ausstellung von Jean-Louis Prat aus Frankreich, einem langjährigen Freund Mirós.
Die für den katalanischen Künstler Miró typischen großen und farbenfrohen abstrakten Gemälde bilden den Schwerpunkt der Ausstellung. Daneben sind auch einige sehr ernste Werke zu sehen, wie eine dreiteilige Reihe anlässlich der letzten Hinrichtung eines Widerstandskämpfers unter dem spanischen Diktator Francisco Franco (1892-1975). Einige Papierarbeiten, Skulpturen und verspielte Keramiken ergänzen die Schau zu einem der weltweit bedeutendsten Künstler des 20. Jahrhunderts. Sie ist bis zum 14. November zu sehen.
«Miró malte nicht abstrakt oder figurativ, er verwendete eine sehr poetische Sprache in seinen Bilden», sagt Kurator Prat. Daher auch der Titel der Ausstellung: «Die Farben der Poesie». Viele Zeitgenossen Mirós hätten die Farbe aus ihren Bilden verbannt. Für ihn sei sie jedoch von enormer Bedeutung gewesen. Das leuchtende Blau des Himmels und das satte Braun der spanischen Erde bestimmen gleich mehrere Bilder in der Schau. Prat ließ eigens mehrere Wände in das Museum einbauen, um zusammengehörige Werke auch als eine Art Einheit zeigen zu können.
Die Ausstellungsstücke decken sechs Jahrzehnte des Werks von Miró ab. Auch einige selten gezeigte kleine Formate aus den Anfangsjahren des Künstlers sind zu sehen. So lässt sich die Entwicklung des Malers von figürlichen Darstellungen hin zu sehr abstrakten und symbolhaften Motiven nachvollziehen. Texte an den Wänden und historische Fotografien helfen beim Verständnis des Ausnahmekünstlers.
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