| SIRIA - Bilder aus der Wüste in Klever Museum |
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| Samstag, 03. Juli 2010 um 08:50 Uhr | ||
Kleve (dpa/lnw) - Mal ist es die flirrende Mittagshitze über der flachen Wüstenlandschaft, mal erscheint die Farbfläche wie ein fahler Sandsturm an fernem Horizont. Unter dem Titel SIRIA stellt der Düsseldorfer Maler Ulrich Erben im Museum Kurhaus in Kleve eine Gruppe großformatiger Gemälde vor, in denen er die Eindrücke einer Syrienreise verarbeitet hat. Die Ausstellung mit den jüngsten Werken des Malers ist ab Sonntag bis zum 24. Oktober am Niederrhein zu sehen.
Der 70-Jährige, der zu den herausragenden Künstlern der Konkreten Malerei in Deutschland zählt, erzielt seine Bildwirkung durch die Gliederung der Farbflächen sowie durch äußerst subtile Farbwahl. So erscheint ein liegender Lila-Quader von braunem Rechteck gerahmt wie ein künstlerisches Kürzel für den Himmel über der Wüste («Lontanza»). Aus einem anderen großen Hochformat brennt in Gestalt einer Hellblau- Fläche die Sonne ins dürre Land: Durch diffusen Farbübergang ins Sandbraune beginnt das Bild vor den Augen des Betrachters zu flimmern, wie der Horizont in Sonnenhitze. Bereits in den späten 60- er Jahren hatte der Düsseldorfer Maler in seinen nahezu einfarbig weißen Bildflächen alles vordergründig Wahrnehmbare getilgt und ganz auf die verwirrende Wirkung der Farbe gesetzt.
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