| Käse-Kunst: Ziegenkäse reift im Museum |
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| Samstag, 03. Juli 2010 um 08:50 Uhr | ||
Rögnitz/Lübeck (dpa/mv) - Mecklenburger Ziegenkäse soll ab Sonntag in einer Lübecker Ausstellung für zeitgenössische Kunst reifen. Für die Exposition «Was bleibt zu tun?» des US-Amerikaners Dan Peterman (Chicago) lieferte die Bio-Manufaktur Rögnitz (Nordwestmecklenburg) frischen Schnittkäse der Marke «MeckProm», der in der Naturrinde mindestens zwei Monate reifen müsse, wie Firmeninhaberin Ute Rohrbeck sagte. Diesen Alterungsprozess wolle der Künstler darstellen, die notwendige Pflege der zehn runden Käsestücke würden dabei die Museumsmitarbeiter übernehmen.
«Wir zeigen Beispiele, wie Prozesse ablaufen und nicht hundertprozentig zu kontrollieren sind», erklärte Marlies Behm, künstlerische Leiterin der veranstaltenden Overbeck-Gesellschaft. So würden neben dem Käse auch Rindenmulch und Holzspäne ausgestellt. Der würzige Ziegenkäse solle nach Ende der Ausstellung Mitte August aber nicht verspeist, sondern im Archiv eingelagert werden. Dort ruhten bereits vertrocknete Stücke von 1999. «Der Käse ist jetzt Kunst und wird nicht mehr gegessen», sagte Ute Rohrbeck. Die Mecklenburger Manufaktur «Kunst & Käse» stellt pro Jahr rund fünf Tonnen Ziegenkäse in 20 Sorten für Bioläden in Schwerin, Hamburg und Lübeck her.
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