| Linke erwägt Kulturabgabe für Investoren |
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| Montag, 05. Juli 2010 um 07:17 Uhr | ||
Schwerin (dpa/mv) - Die Landtagsfraktion der Linken erwägt eine Kulturabgabe für Investoren im Land. «Wer in eine Region investiert, sollte auch mit Kultur in Verbindung treten», sagte der kulturpolitische Sprecher der Fraktion, Torsten Koplin. Die Idee sei auf einer Konferenz über das kulturelle Leitbild der Fraktion diskutiert worden. Koplin räumte ein, dass es ein «spleeniger Gedanke» sei, von einem Wirtschaftsunternehmen zu verlangen, bei einer Investition gleich noch ein örtliches Kulturprojekt mit zu fördern. Er betonte, dass die Idee erst noch «rechtskonform» entwickelt werden müsse.
Im Landeshaushalt sieht auch die Linke keinen großen Spielraum für eine Erhöhung des Kulturetats. Dennoch forderte Koplin eine schrittweise Anhebung des prozentualen Anteils für Kultur. Derzeit würden in Mecklenburg-Vorpommern 0,9 bis 1,1 Prozent des Haushalts in diesen Bereich fließen. Einige andere Bundesländer gäben 1,5 Prozent ihrer Mittel für Kultur aus. Projekte der «Basis- und Soziokultur» sowie solche im ländlichen Raum sollten bei der staatlichen Förderung einen Sockelbetrag über wenigstens zwei bis drei Jahre garantiert bekommen. Kultur sei ein Grundbedürfnis, das nicht von der Kassenlage abhängig gemacht werden sollte. Der Landtagsabgeordnete fügte jedoch hinzu: «Jedem alles zu versprechen, wäre einfach unseriös.»
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