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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




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Grass und das weite Feld der deutsch-polnischen Geschichte PDF Drucken E-Mail
Dienstag, 06. Juli 2010 um 06:42 Uhr

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Lübeck (dpa) - Günter Grass und Polen - das ist ein weites Feld. Mit seinen vielschichtigen Beziehungen zum östlichen Nachbarland als Schriftsteller, bildender Künstler und politisch engagierter Bürger beschäftigt sich die Ausstellung «Von Danzig nach Lübeck. Günter Grass und Polen», die von Mittwoch an im Günter Grass- Haus in Lübeck zu sehen ist. Sie beleuchtet Leben und Werk des 1927 in Danzig geborenen und in Behlendorf bei Lübeck lebenden Literaturnobelpreisträgers aus deutscher und aus polnischer Sicht.

 

«Und ich suche das Land der Polen, das verloren ist, das noch nicht verloren ist», schreibt Grass 1959 in seinem Roman «Die Blechtrommel». Geprägt wurde der Schriftsteller durch seine Kindheit und Jugend in der «Freien Stadt Danzig». Die stand seit 1920 als Exklave im polnischen Staatsgebiet unter Verwaltung des Völkerbundes und wurde 1939 mit Beginn des Zweiten Weltkrieges von Hitler annektiert. Die sich aus dieser besonderen Situation ergebenden Spannungen finden sich in vielen seiner Werke wieder.

 

Die Lübecker Ausstellung zeigt, dass Grass sich nicht allein auf seine Erinnerung verlassen hat. Notizbucheinträge und historische Dokumente aus polnischen Archiven beweisen, dass er genau recherchiert hat. «Günter Grass ist ein Mittler zwischen Polen und Deutschen», sagte der Leiter des Grass-Hauses, Jörg-Philipp Thomsa. Grass selbst sagte in einem Interview, das auf Deutsch und auf Polnisch im Ausstellungskatalog abgedruckt ist: «Mein Verhältnis zu Deutschland wie zu Polen ist gleichermaßen ein liebevoll-kritisches.» Die Ausstellung soll im Frühjahr 2011 auch in Danzig gezeigt werden.

 

 

www.guenter-grass-haus.de


 



Tags: grass  polen  danzig  g  
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