| Experte: Kirchner-Entdeckung ist einmalig |
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| Mittwoch, 07. Juli 2010 um 06:58 Uhr | ||
Frankfurt/Main (dpa) - Jahrzehntelang schlummerte im Städel- Bestand ein Gemälde, das als Fälschung galt. Experten für den großen Expressionisten Ernst Ludwig Kirchner sind sich nun einig: Es handelt sich um ein Original aus der Dresdner «Brücke»-Zeit des Künstlers. Eine solche Neuentdeckung sei äußerst selten, sagte Wolfgang Henze vom Kirchner-Archiv in Bern in der Schweiz am Dienstag der Nachrichtenagentur dpa.
Wie häufig kommt es vor, dass Kirchner-Gemälde entdeckt werden?
Henze: «Neuentdeckungen von Kirchner-Werken gibt es eher selten, sehr selten sogar. Das ist ein absoluter Ausnahmefall, absolut einmalig.»
Ist es typisch, dass es bei Kirchner-Werken Probleme mit der Zuschreibung gibt?
Henze: «Nein, eigentlich macht er mir das Leben als Experte sehr leicht, er ist sehr schwer zu fälschen - vor allem seine Zeichnungen sind praktisch nicht zu fälschen.»
Welche Bedeutung hat das Werk für die Kirchner-Forschung? Verändert die Entdeckung die Betrachtung des Gesamtwerks Kirchners?
Henze: «Verändern tut es maximal gewisse Facetten. Aber jede freigelegte Rückseite, jedes neuentdeckte Gemälde vervollständigt unsere Kenntnis von der Entwicklung seiner Malerei und ist für die Forschung wesentlich.»
Wie viele solcher freigelegten Rückseiten von Kirchner-Werken gibt es bisher?
Henze: «Bemalte Rückseiten, von denen man jetzt Kenntnis hat, gibt es ungefähr zwischen 100 und 150.»
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