| Von bunten Luftballons und skurrilen Büsten |
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| Mittwoch, 07. Juli 2010 um 06:58 Uhr | ||
Hamburg (dpa/lno) - Der künstlerische Nachwuchs Hamburgs präsentiert sich farbenfroh bis skurril. In ihrer Jahresausstellung zeigen die Studenten der Hochschule für bildende Künste (HfbK) vom 7. bis 11. Juli ihre jüngsten Arbeiten aus den Bereichen Bildhauerei, Design, Malerei, Film, Grafik, Fotografie und zeitbezogene Medien. Zusätzlich zu öffentlichen Führungen stehen die Künstler in zehn Ausstellungsräumen für Fragen der Besucher bereit. «Es ist uns wichtig, die Fläche experimentell zu nutzen. Deswegen haben wir keine kuratorischen Vorgaben gemacht», sagte Sprecherin Sabine Boshamer.
Ein knall-buntes Spektakel führen die Künstler Suse Itzel und Lars Hinrichs vor. An ihre Körper haben sie unzählige Luftballons gebunden, die sie in einer Tanzperformance zerplatzen lassen. Immer wieder müssen die beiden dafür mit aller Wucht aufeinanderprallen. Am Ende liegt Suse Itzel von bunten Fetzen übersät auf dem Boden und scheint von der bunten Farbenpracht wie erschlagen zu sein. «Wir wollen Brutalität in den bunten Farben eines Kindergeburtstages vermitteln», erklärt sie ihre Performance.
Etwas zum Gruseln ist der Raum von Rebecca Thomas im Keller. Ihre Skulpturen bilden sich aus skurrilen Missbildungen, bei denen Bein an Arm grenzt. Der Kopf ist verschluckt und lässt nur noch die Haare heraushängen. Auch porträtiert die Künstlerin sich mit langen Haaren und Vollbart. «Ich konzentriere mich auf meine Weiblichkeit, doch ich spüre deutlich, dass ich aus zwei Strömen, aus Mann und Frau, entstanden bin», sagte sie. Die Künstlerin Johanna Tiedtke, ehemalige Schülerin des Malers Daniel Richter, will mit ihren großflächigen Gemälden mehr Romantik in den Alltag bringen.
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