| «Mythos Burg» zeigt die Faszination des Mittelalters |
|
|
|
| Mittwoch, 07. Juli 2010 um 06:58 Uhr | ||
Edle Ritter, trutzige Mauern, hohe Türme: Eine große Sonderausstellung im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg zeigt, wie der «Mythos Burg» seit dem Mittelalter die Menschen fasziniert.
Nürnberg (dpa) - Von König Artus bis zu Harry Potter: Das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg eröffnet an diesem Donnerstag (8. Juli) die Sonderausstellung «Mythos Burg». Das Museum will damit die Kulturgeschichte der Burg vom Mittelalter bis in die Gegenwart beleuchten. Mit 650 teilweise noch nie zuvor gezeigten Exponaten habe man die größte Schau zum Thema Burgen zusammengestellt, die je gezeigt worden sei, sagte Generaldirektor Prof. Ulrich Großmann am Dienstag. Für die Ausstellung hat das Nürnberger Haus mit dem Deutschen Historischen Museum Berlin zusammengearbeitet, wo parallel die thematisch ähnliche Schau «Burg und Herrschaft» läuft.
Aus den mittelalterlichen Gemäuern hat sich eine facettenreiche Kulturgeschichte entwickelt: Burgen faszinieren Kinder, die mit kleinen Plastik-Modellen spielen, genauso wie Forscher, die stets auf der Suche nach neuen Erkenntnissen über das Leben auf der Burg sind, sowie Autoren, Künstler und Baumeister: Die Romanfigur Harry Potter lebt auf einer Burg; Bayerns Märchenkönig Ludwig II. erbaute sich mit Schloss Neuschwanstein seine ganz eigene mythologische Burgenwelt. Und seit dem 19. Jahrhundert kurbelte die Begeisterung vieler Menschen für die mächtigen Rheinburgen den Tourismus kräftig an.
Besonders stolz ist Großmann darauf, einzigartige Kunstschätze zeigen zu können: Ein Ritteraquamanile ist eine Leihgabe des New Yorker Metropolitan Museum of Art. Das filigrane Gießgefäß entstand um 1350. Die Weltchronik des Rudolf von Ems (um 1300) befindet sich normalerweise in der Kantonsbibliothek von St. Gallen, ist aber nun in Nürnberg zu sehen.
Tags: n
|
























































