| Spitzenwerke von Picasso bis Beuys - Die Kunstsammlung NRW |
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| Donnerstag, 08. Juli 2010 um 07:30 Uhr | ||
Düsseldorf (dpa/lnw) - Die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen ist das kulturelle Aushängeschild des Bundeslandes. Gegründet wurde die landeseigene Kunstkollektion 1961 mit dem Erwerb von 88 Werken Paul Klees. Klee hatte bis zum Machtantritt der Nazis 1933 als Professor an der Düsseldorfer Kunstakademie gelehrt und war aus dem Amt gedrängt worden.
Der am Dienstag gestorbene Gründungsdirektor der NRW- «Nationalgalerie», Werner Schmalenbach, baute in seiner Amtszeit (1962-1990) eine erlesene Sammlung mit Malerei der klassischen Moderne auf. Nachfolger Armin Zweite (1990-2007) erweiterte die Sammlung um zahlreiche Werke der Gegenwartskunst, Skulpturen und Installationen. Seit September 2009 ist Marion Ackermann (45) Direktorin der Kunstsammlung. Sie hatte zuvor das Kunstmuseum Stuttgart geleitet.
Neben dem Stammhaus am Grabbeplatz (K20), das jetzt nach zweijährigem Umbau und Erweiterung wiedereröffnet wird, hat die Kunstsammlung zwei weitere Standbeine in Düsseldorf: das bisher auf Gegenwartskunst spezialisierte «K21« im Ständehaus, dem ehemaligen NRW-Landtag, sowie das Schmela-Haus, das als experimentelle «Probebühne» der Kunstsammlung dient.
Der Schwerpunkt der Kunstsammlung liegt auf der klassischen Moderne. Die Kunst vor 1945 wird repräsentiert durch Spitzenwerke und Werkgruppen etwa von Matisse, Picasso, Braque, Kirchner, Beckmann, Ernst, Kandinsky, Klee, Mondrian.
Die Nachkriegskunst ist vor allem durch amerikanische Maler wie Jackson Pollock, Robert Rauschenberg, Andy Warhol vertreten. Für die deutsche Nachkriegskunst stehen Werke unter anderem von Richter, Uecker und Beuys, die alle als Professoren an der nahen Düsseldorfer Kunstakademie gelehrt hatten. Unter Direktor Zweite erwarb die Kunstsammlung einen repräsentativen Bestand von Beuys-Werken, unter anderem dessen letztes großes Werk «Palazzo Regale».
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