| Zeichnungen unter Wachs: Vasquez in Maastricht |
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| Dienstag, 13. Juli 2010 um 06:39 Uhr | ||
Maastricht/Düsseldorf (dpa/lnw) - Ihre Zeichnungen sind in flüssiges Wachs getaucht, die Motive erscheinen entrückt und morbide: In einer großen Ausstellung präsentiert das Bonnefantenmuseum in der niederländischen Stadt Maastricht die in Düsseldorf lebende Chilenin Sandra Vasquez de la Horra. Bis zum 24. Oktober sind ihre verschlüsselten Zeichnungen zu sehen, die sie vielfach zu ganzen Wandinstallationen und Bildfriesen an der Museumswand fügt.
Seit ihrer Ankunft 1995 in Europa lebt die Künstlerin in Düsseldorf, wo sie an der Kunstakademie bei Jannis Kounellis studiert hat. Doch ihre kleinfigurigen, fast karikaturhaften Menschenbilder haben eindeutige Vorläufer in der Vergangenheit: Die seltsamen Gestalten wie «El Meon» (2004) oder der nur als schwarze Silhouette erkennbare «Traumfänger» (2006) scheinen der Welt Goyas oder Redons entstiegen.
Nicht wenige Anregungen bezieht die 1967 geborene Zeichnerin, die bereits als Zwölfjährige an die Akademie von Valparaiso ging, aus den Mythen und Märchen Südamerikas. Aber auch «heikle» Themen wie Religion, Sexualität und Politik sind hintergründig in einzelnen Blättern zu erkennen.
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