| Streit um die Kunst im Kloster Weingarten |
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| Dienstag, 13. Juli 2010 um 06:39 Uhr | ||
Weingarten (dpa/lsw) Spätestens am 16. Oktober, wenn die letzten drei Mönche verabschiedet werden, endet die fast tausendjährige Geschichte der Benediktinerabtei Weingarten (Kreis Ravensburg). Aber schon jetzt entspinnt sich eine Auseinandersetzung um die Kunstwerke des Klosters. Betroffen sind das Land Baden- Württemberg als Besitzerin des Klosters und die Benediktiner- Kongregation Beuron.
Es müsse geklärt werden, was zum Kloster gehöre, und was die Benediktiner mitnehmen könnten, sagte Wolfgang Peter vom Landesamts für Vermögen und Bau. Das im Zuge der Säkularisation aufgelöste und 1806 dem damaligen Königreich Württemberg zugeschlagene Kloster war 1922 durch die Benediktiner von Beuron wiederbelebt worden.
Von da an hat niemand Notizen darüber gemacht, was sich an Gemälden, Reliquien und Devotionalien rund um das Heilige Blut angesammelt hat, sagt Peter. Zwar existierten zwei Inventarlisten aus den Jahren 1930 und 1974, die beiderseits anerkannt würden, doch gebe es für eine ganze Reihe von Gegenständen keinen Hinweis auf den Eigentümer. Die offenen Fragen sollen nun durch eine Begehung und Gespräche aller Beteiligten im September geklärt werden.
Der vor Ort geäußerten Besorgnis, dass Gegenstände, die sich um den berühmten Weingartener Blutritt drehen, dem Kloster verloren gehen könnten, werden von Peter zerstreut. Die Heilig-Blut-Reliquie sei ohnehin nicht betroffen, weil sie nicht den Benediktinern, sondern der Kirchengemeinde St. Martin gehöre.
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