| Grenzlandmuseum Eichsfeld umgebaut und mit neuem Konzept |
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| Mittwoch, 14. Juli 2010 um 06:51 Uhr | ||
Göttingen (dpa/lni) - Das Grenzlandmuseum an der ehemaligen Übergangsstelle Duderstadt/Worbis bei Göttingen ist in den vergangenen Monaten für rund 2,5 Millionen Euro erweitert und umgebaut worden. Der Geschäftsführer des Museumsvereins, Paul Schneegans, berichtete am Dienstag: «Wir mussten ein neues Konzept zur Dokumentation der deutschen Teilung und deren Auswirkung auf die Bewohner im Grenzgebiet finden.»
Die Generation, die die Teilung noch erlebt habe, nehme ab. Die Jugendlichen wüssten heutzutage kaum aus eigenem Erleben, was eine Grenze ist - «schon gar nicht quer durch Deutschland». Am 20. August solle die Wiedereröffnung des 1995 gegründeten Museums gefeiert werden.
Die Museumssammlung ist in einem noch vor dem Grenzfall 1988 errichteten Verwaltungsgebäude des DDR-Zolls und der Staatssicherheit untergebracht. Nun erhielt es einen architektonisch klar abgesetzten Neubau mit Besucherzentrum und Touristinformationsstelle. Seit der Eröffnung 1995 haben sich rund eine Million Menschen in dem Museum über die Teilung informiert. Zum Schluss sei es in seiner Konzeption überholt gewesen, sagte der Geschäftsführer.
Viele Forschungsergebnisse, die erst über 20 Jahre nach der Grenzöffnung zugänglich waren, seien in die Neukonzeption eingegangen. Dazu gehörten Interviews mit Flüchtlingen, Zwangsumgesiedelten oder vom DDR-Regime Gefangene, aber auch Gespräche mit ehemaligen Grenzwächtern und Angehörigen des Staatssicherheitsdienstes. Diese Aussagen seien teilweise auf Bildschirmen zu sehen.
Glücklich sei das Museum über zahlreiche Exponate, von denen sich die Besitzer oder deren Erben getrennt hätten. Bezahlt habe die Modernisierung neben dem Bund die Länder Niedersachsen und Thüringen sowie die Niedersächsische Sparkassenstiftung.
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