| Schau zeigt Modersohn-Becker als Kunst-Pionierin |
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| Samstag, 17. Juli 2010 um 08:25 Uhr | ||
Bremen (dpa/lni) - Mit ihren Werken stieß die Malerin Paula Modersohn-Becker zu Lebzeiten oft auf Unverständnis. Heute gilt die Worpsweder Künstlerin als Pionierin der Moderne. Das Paula Modersohn-Becker Museum in Bremen widmet der Malerin von diesem Sonntag an eine Retrospektive. In der mit der Kunsthalle Krems erstellten Schau sind auch Bilder privater Sammler zu sehen, die bisher in Bremen noch nie gezeigt wurden, teilte die Kunstsammlung am Freitag mit. Modersohn-Becker (1876-1907) malte vor allem weibliche Figuren und Selbstporträts, in denen sie komplexe Themen reduziert darstellte.
Die bis zum 19. September zu sehende Retrospektive biete einen Überblick über das Lebenswerk der Künstlerin, die trotz der kurzen Schaffenszeit ein erstaunliches Spektrum an Werken hinterlassen habe, hieß es. Modersohn-Becker hatte zwar ihre künstlerischen Wurzeln im Künstlerdorf Worpswede in der Nähe von Bremen, doch habe sie schon Ende des 19. Jahrhunderts erkannt, dass sie die Enge der Künstlerkolonie nicht weiterbringe. In der Silvesternacht 1900 sei die junge Künstlerin zum ersten Mal nach Paris gereist. Bis zu ihrem Tode 1907 zog es Paula Modersohn-Becker noch weitere drei Male an die Seine. Inspirationen habe sie sich dort von Künstlerkollegen wie Auguste Rodin, Paul Cézanne und Paul Gauguin geholt.
Als Highlight der Ausstellung kündigte das Museum den Neuerwerb eines Modersohn-Becker-Werkes an. «Zwei Mädchen an einem Birkenstamm stehend» - entstanden um 1902 - wird erstmals dem Publikum präsentiert. Es sei eine Dauerleihgabe aus Privatbesitz, sagte ein Sprecherin des Museums.
Die letzte große Modersohn-Becker-Schau im Museum in der Böttcherstraße war anlässlich des 100. Todestages der Malerin. Die Ausstellung «Paula Modersohn-Becker und die ägyptischen Mumienporträts» besuchten vom Oktober 2007 bis Februar 2008 knapp 70 000 Kunstliebhaber.
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