| Neue NRW-Kulturministerin will Etat nicht kürzen |
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| Sonntag, 18. Juli 2010 um 08:24 Uhr | ||
Köln (dpa/lnw) - Die neue rot-grüne Minderheitsregierung in Nordrhein-Westfalen will den Kulturetat des Landes nicht kürzen. Das sagte Familien- und Kulturministerin Ute Schäfer (SPD) dem «Kölner Stadt-Anzeiger» (Samstag). Man werde vielmehr zusätzliche Mittel für den geplanten «Kultur-Rucksack» bereitstellen. Dieser soll Kindern und Jugendlichen freien Zugang zu allen Kultureinrichtungen des Landes ermöglichen und altersgerechte Bildungs- und Kreativitätsangebote enthalten.
Außerdem wolle Rot-Grün im Rahmen der Gemeindefinanzreform eine «Kulturpauschale» prüfen, sagte Schäfer. «Die Zweckbindung kommunaler Ausgaben für die Kultur ist eine sehr erstrebenswerte Sache.»
Unter schwarz-gelben Vorgängerregierung war der Kulturförderetat auf rund 140 Millionen Euro im Haushalt 2010 verdoppelt worden. Rot- Grün hat den bisher in der Staatskanzlei angesiedelten Bereich Kultur dem Ministerium für Jugend, Familie, Kinder und Sport zugeschlagen. Die Kultur werde aber kein fünftes Rad am Wagen sein, sagte Schäfer. Sie räume der Kultur einen «ganz zentralen Stellenwert» ein.
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