| Museumsrundgang - 20.07.2010 |
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| Dienstag, 20. Juli 2010 um 07:32 Uhr | ||
Karten als Propaganda-Material in der British Library
London (dpa) - Landkarten erscheinen nüchtern und objektiv - aber sie waren immer auch Ausdruck der politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse. Das zeigt jetzt in beeindruckender Weise eine Ausstellung in der British Library, das über den weltweit größten Schatz an Karten verfügt. Die Schau, die bis zum 19. September läuft, hat den Titel «Magnificent Maps: Power, Propaganda and Art» und umfasst 80 Karten aus nahezu 2000 Jahren. Überaus imposant ist der größte Atlas, der je hergestellt wurde: Er entstand im 17. Jahrhundert in den Niederlanden als Geschenk an den englischen König Karl II. Die damaligen Karten waren Kunstwerke und vereinigten das geografische Wissen der Zeit. www.bl.uk/magnificentmaps/
Toulon zeigt Flaschenmaler Giorgio Morandi
Toulon (dpa) - Der italienische Maler Giorgio Morandi malte neben Landschaften vor allem Gefäße, was ihm den Spitznamen «Flaschenmaler» einbrachte. Eine auserlesene Auswahl dieser Stillleben mit Flaschen und unterschiedlichen Gefäßen zeigt das Museum Hôtel des Arts in Toulon. Die mehr als 40 Exponate, darunter Gemälde, Aquarelle und vor allem Radierungen, deren Technik Morandi meisterhaft beherrschte, sind Leihgaben internationaler Museen. Die Ausstellung «Giorgio Morandi. Die Abstraktion der Wirklichkeit» dauert bis zum 26. September. www.hdatoulon.fr
Kolumbianische Avantgarde in Spanien
Cartagena (dpa ) - Nadín Ospina ist einer der bekanntesten Avantgarde-Künstler Kolumbiens. International erfolgreich war er mit Steinskulpturen, die präkolumbischen Göttern nachempfunden sind, aber den Kopf von Mickey Mouse, Donald Duck oder Bart Simpson tragen. Im Molina-Palast im südostspanischen Cartagena ist noch bis Ende August eine Auswahl von Ospinas Werken zu sehen, darunter auch Playmobil- Figuren in Guerillero-Gestalt sowie mehrere Gemälde. Mit seinen Werken wolle er die Konsumgesellschaft kritisieren, aber auch ein Zeichen gegen die Gewalt in seinem Land setzen, sagte der aus der Hauptstadt Bogotá stammende Künstler. http://www.nadinospina.com
Die Geometrie von Kandinsky und Malewitsch im Guggenheim
New York (dpa) - Die beiden russischen Künstler Wassily Kandinsky (1866-1944) und Kasimir Malewitsch (1878-1935) gelten als Pioniere der Abstraktion. Unabhängig voneinander entwickelten sie in ihren Arbeiten ein geometrisches Vokabular. Der jüngere Malewitsch bevorzugte als Gründer des Suprematismus den Zusammenhang von Farbe und geometrischen Formen. Kandinsky dagegen bestand darauf, dass auch die abstraktesten Werke expressionistischen Inhalt haben sollten. In der Ausstellung «The Geometry of Kandinsky and Malevich» (Die Geometrie von Kandinsky und Malewitsch) stellt das New Yorker Guggenheim Museum jeweils sieben Werke der beiden Russen gegenüber. Die Schau ist bis zum 7. September zu sehen.
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