| Endspurt für die Restauratoren der «Grauen Passion» |
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| Mittwoch, 21. Juli 2010 um 07:01 Uhr | ||
Stuttgart (dpa) - Die Restauratoren der Staatsgalerie in Stuttgart sind im Endspurt: Seit fast zwei Jahren arbeiten sie die «Graue Passion» von Hans Holbein dem Älteren (d.Ä.) auf. «Die Restaurierung ist nicht ganz leicht, da jede der zwölf Tafeln in einem anderen Zustand ist», sagte Chefrestaurator Henning Autzen am Dienstag in Stuttgart. Unter dem Titel «Hans Holbein d.Ä. - Die graue Passion in ihrer Zeit» wird das Werk vom 27. November bis zum 20. März 2011 in einer großen Landesausstellung in der Staatsgalerie zu sehen sein.
Holbein schuf die zwölf Tafeln zwischen 1495 und 1500. Sie stellen die Geschichte um die Kreuzigung Jesu dar. Die Restaurierung soll auch herausfinden, welche Schicht zum Originalzustand der Bilder gehört, und was in späteren Zeiten verändert wurde. Bis zu acht Mitarbeiter versuchen bis November, dem Urzustand nahezukommen und die verschiedenen Schichten über dem Original zu entfernen. Die Bilder gehörten ursprünglich zu einem heute unbekannten Altar. Von diesem wurden sie aber entfernt und zerteilt, wobei schwere Schäden entstanden. Die Restaurierung kostet rund 400 000 Euro.
Neben dem Holbein-Zyklus werden unter anderem Werke von Sigmund Holbein, Matthias Grünewald oder Albrecht Dürer gezeigt, sowie ein Film über die Restaurierungsarbeiten. Bisher konnten die Besucher durch eine Glasscheibe die Restaurierung verfolgen. Die «Graue Passion» gilt als ein Hauptwerk deutscher Malerei der Spätgotik und wurden 2003 von der Staatsgalerie Stuttgart für rund 13 Millionen Euro erworben.
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