| Kunsthallen-Direktor bedauert Rücktritt von Welcks |
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| Mittwoch, 21. Juli 2010 um 07:01 Uhr | ||
Hamburg (dpa/lno) - Der Direktor der Hamburger Kunsthalle, Hubertus Gaßner, hat den Rücktritt von Hamburgs Kultursenatorin Karin von Welck (parteilos) bedauert. «In der letzten Zeit schien es in der Öffentlichkeit so, als ob uns unüberbrückbare Differenzen trennen würden. Dies entsprach in keiner Weise der Realität», sagte Gaßner am Dienstag in Hamburg. Im Gegenteil hätten beide immer das Gespräch gesucht und Brücken gebaut. «Besonders gefreut hat mich, als Frau von Welck meine Einladung zur Aktion "Flagge zeigen mit Menschenkette" ganz spontan angenommen hat und zu den Freunden der Kunsthalle vor unserem vollen Auditorium sprach. Kein leichter Gang in dieser Situation!», meinte der Kunsthallen-Direktor.
Zwischen der Kultursenatorin und dem Kunsthallen-Direktor war im Mai ein offener Streit darüber entbrannt, weshalb Teile der Galerie der Gegenwart geschlossen werden müssen. Die Kulturbehörde führte als Grund defekte Brandschutzklappen an, Gaßner betonte dagegen, mit der Schließung würden auch die Sparvorgaben der Kulturbehörde erfüllt. Gegen die Sparvorgaben hatten auch zahlreiche Bürger mit einer Menschenkette um die Hamburger Kunsthalle protestiert.
«Durch die von Frau von Welck initiierte Entschuldung und Etaterhöhung sind die Hamburger Museen einen wesentlichen Schritt weitergekommen», meinte Gaßner. Allerdings stelle die weiterhin bestehende Unterfinanzierung die Kunsthalle vor erhebliche Herausforderungen, «für deren Bewältigung wir jetzt erst recht einen ebenso leidenschaftlichen wie besonnenen Einsatz brauchen, den wir so häufig auch bei Frau von Welck erlebt haben».
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