| Potsdam setzt Weltkulturerbe in Szene |
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| Donnerstag, 22. Juli 2010 um 06:58 Uhr | ||
Potsdam (dpa/bb) - Potsdams Schlösser und Parks gehören seit 20 Jahren zum UNESCO-Weltkulturerbe. Zum Jubiläum sollen sie angemessen in Szene gesetzt werden. Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg will darum künftig vom Wasser aus einen besonderen Blick auf die einmalige Kulturlandschaft gewähren. Details dazu werden heute (Mittwoch/10.15) vorgestellt.
Die Parklandschaft von Sanssouci über den Neuen Garten sowie Sacrow bis zur Pfaueninsel und Glienicke in Berlin lockt Kunst- und Gartenfreunde aus der ganzen Welt an. Größtenteils hat sie der Generaldirektor der königlich-preußischen Gärten, Peter Joseph Lenné, geschaffen. Die Landschaft mit einer Gesamtfläche von 2064 Hektar steht bereits seit Dezember 1990 auf der Weltkulturerbe-Liste der UNESCO. Die Aufnahme hatte noch die DDR beantragt; nach der deutschen Wiedervereinigung wurde der Antrag ergänzt.
Das Welterbe-Komitee würdigte vor allem das Wechselspiel von Bau- und Gartenkunst, was vom Wasser besonders gut zu sehen ist. Bei Bauherren sorgt der Titel jedoch auch für Unmut. Schuld sind die Denkmalschutz-Auflagen, die mit dem Titel verbunden sind. So gab es in der Vergangenheit immer wieder Streit um eine Bebauung in der sogenannten Pufferzone. Die Stadt Potsdam will den Titel «Weltkulturerbe» nicht aufs Spiel setzen und hat sich deshalb mit dem Land darauf verständigt, Bauanträge genau auf etwaige Risiken hin zu prüfen.
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