| Franzose Buren schafft Kunstwerk für Synagoge Stommeln |
|
|
|
| Donnerstag, 22. Juli 2010 um 06:58 Uhr | ||
Pulheim (dpa/lnw) - Der französische «Streifenkünstler» Daniel Buren schafft eine Rauminstallation für das Kunstprojekt «Synagoge Stommeln» in Pulheim bei Köln. Die Arbeit mit dem Titel «Multiplikationen» werde vom 30. August bis Anfang des nächsten Jahres präsentiert, sagte eine Sprecherin der Stadt am Mittwoch auf Anfrage. Einzelheiten zu dem neuen Projekt des 72-jährigen Buren werden noch geheim gehalten. Die Aufbauarbeiten hätten gerade erst begonnen, sagte die Sprecherin.
Burens Markenzeichen sind Streifen unterschiedlicher Farbe, die immer exakt 8,7 Zentimeter breit sind. Auf der Suche nach dem «Nullwert» reduzierte er die Kunst so auf geometrische Grundstrukturen. Buren schuf Installationen für das Guggenheim Museum in New York oder das Picasso Museum in Paris. Er gestaltete auch die Fassade des Neuen Museums in Nürnberg. Dabei sind seine Arbeiten immer ortsbezogen und gut für Überraschungen.
Auch mit Synagogen als Kunstobjekt kennt sich Buren aus: Vergangenes Jahr setzte er in der Synagoge von Ostia Antica bei Rom ein schwarz-weißes Mosaik aus Schachbrettmuster und Streifen zusammen. Buren wurde 2007 mit dem Praemium Imperiale des japanischen Kaiserhauses ausgezeichnet, der als Nobelpreis der Kunst gilt.
In der international bekannten Kunstreihe in der ehemaligen Dorfsynagoge Stommeln stellen seit fast 20 Jahren namhafte Künstler aus. Vergangenes Jahr hatte der Münchner Bildhauer Olaf Metzel sein Werk «Sprachgitter» gezeigt. Für weltweites Aufsehen hatte 2006 Santiago Serra gesorgt, der Autoabgase in das ehemalige jüdische Gotteshaus leitete. Der Italiener Maurizio Cattelan provozierte 2008 in Stommeln mit der Darstellung einer gekreuzigten Frau.
|
























































