| Orchestervereinigung: Hamburger Kultur braucht Senator |
|
|
|
| Donnerstag, 22. Juli 2010 um 06:58 Uhr | ||
Berlin/Hamburg (dpa/lno) - Nach dem Rücktritt von Hamburgs Kultursenatorin Karin von Welck (parteilos) bangt die Deutsche Orchestervereinigung (DOV) um die Eigenständigkeit der Kulturbehörde. Sie befürchtet, dass sie dem Büro des neuen Ersten Bürgermeisters zugeschlagen werden könnte. «Die Hamburger Kultur, die Hamburger Orchester und das Hamburger Musikleben brauchen weiterhin ein eigenständiges Senatsmitglied», forderte Geschäftsführer Gerald Mertens am Mittwoch in Berlin. Bundesländer wie Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen hätten zuletzt die Kultur wieder mit einem eigenen Ministerium berücksichtigt, da sich die Verlagerung der Kulturzuständigkeit in die Regierungsspitze als Irrweg herausgestellt habe.
«Künstler und Kultureinrichtungen brauchen einen eigenen Ansprechpartner, der für sie auch tatsächlich erreichbar und nicht mit anderen Regierungsaufgaben belastet ist. Wir hoffen sehr, dass Hamburg seiner Kulturtradition treu bleibt und die eigenständige Kulturbehörde mit einem eigenen Senatsmitglied erhält», sagte Mertens.
Hamburgs Kultursenatorin Karin von Welck (parteilos) war am Sonntag nach sechs Amtsjahren zusammen mit Bürgermeister Ole von Beust (CDU) zurückgetreten. In ihr Ressort fällt auch eines der wichtigsten Vorhaben des Hamburger Senats, der Bau der Elbphilharmonie. Der designierte Bürgermeister Christoph Ahlhaus (CDU) soll am 25. August in der ersten Bürgerschaftssitzung nach der Sommerpause gewählt werden. Dann wird auch über einen neuen Kultursenator entschieden.
|
























































